Aktuelles & Pressespiegel

19.10.2019 | Seminar: Förderung der Biodiversität

RHEINPFALZ-Artikel

Text: RHEINPFALZ

14.10.2019 | Seminar zur Förderung der Biodiversität durch Landschaftspflege am 22.10.2019 in Niederhorbach

Zum Thema „Förderung der Biodiversität durch Landschaftspflege“ bietet die AKTION SÜDPFALZ-BIOTOPE nochmals einen Seminartermin an am Dienstag, 22.10. von 18.30 bis 21.30 in Niederhorbach im Festspielhaus (Hauptstraße 38, 76889 Niederhorbach). Eingeladen sind Ortsbürgermeister, kommunale Entscheidungsträger sowie Gemeindemitarbeiter aus der gesamten Südpfalz. Auch Interessenten aus der Bevölkerung, denen die Aufwertung der Landschaft durch angepasste Pflege von Grünland, Hecken und Streuobst am Herzen liegt, können kostenlos an der dreistündigen Schulung teilnehmen. Die Referentin Meike Wagner, Umweltwissenschaftlerin, wird unterstützt vom Landschaftsarchitekten und Biologen Kurt Garrecht.

09.10.2019 | Naturstiftung kauft Land in der Südpfalz

RHEINPFALZ-Artikel

Text: RHEINPFALZ

Der Grundstückskauf wurde durch die Lotterie Glücksspirale und die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz (SNU) in Mainz gefördert.

08.10.2019 | Video Lüdersdorf darf nicht sterben

Hier ein sehr wichtiges Video über Lüdersdorf einem kleinen Ort in Brandenburg. Der heutige Zustand der Landschaft um seinen einstigen Heimatort schockiert den Naturschützer und Alternativen Nobelpreisträger Michael Succow.
Die Botschaft im Film hat die gleiche Philosophie wie wir sie auch vertreten. Wir müssen unsere Natur und Landschaft schützen und dies gehen wir mit unserer Aktion aktiv an.
Denn Lüdersdorf ist überall!

Hier klicken um die Sendung online anzuschauen!

Videoquelle: Youtube

19.08.2019 | SÜW Journal August 2019

SÜW Journal August 2019

Text: KV SÜW

18.07.2019 | SWR Sendung: Expedition in die Heimat - Geschichten aus dem Gäu

Am 19.07.2019 um 20:15 wird im SWR die Sendung „Expedition in die Heimat – Geschichten aus dem Gäu“ ausgestrahlt.
Ab Minute 21 wird unter anderem der Hochstadter Hohlweg, das Florum in Kleinfischlingen gezeigt und die Aktion-Südpfalz-Biotope erwähnt.

Sie ist eine Landschaft, die mittendrin liegt – mitten in der Pfalz, nah an den touristischen Hotspots von Speyer und Neustadt -, irgendwie aber auch abseits – flaches Land jenseits der Weinstraße und des Pfälzerwaldes. Eine fast vergessene Bach- und Wiesen-Landschaft, die einen etwas sperrigen und nicht sehr bekannten Namen trägt: das Gäu, der letzte Rest vom Speyergau.
Um das Gäu zu begreifen, gibt es nur einen Weg: man muss hinfahren und Fragen stellen – viele Fragen, auf die man manchmal nur ein Schulterzucken, manchmal aber auch viel zu viel Information bekommt. Egal, denn vor allem muss man dort Zeit verbringen, die Menschen und ihre Geschichten kennenlernen. Genau das hat sich Anna Lena Dörr vorgenommen. Viele der Geschichten, die sie auf ihrer Expedition durch das Gäu erfährt, verraten etwas über die Landschaft und die Mentalität der Menschen, die sie geprägt haben. Zum Beispiel die Geschichte vom Pfefferminzbähnel, das einst von Speyer nach Neustadt fuhr. Oder die Geschichte eines alten Fachwerkhauses, das als Sanierungsobjekt zum Kunstprojekt wird. Und die Geschichte der Naturschützer, die sich um die Gäu-Landschaft kümmern, eine Landschaft, die viel zu erzählen hat.

Hier klicken um die Sendung online anzuschauen!

SWR

Text: SWR

27.06.2019 | Brutplätze für Wildbienen am Hochufer
RHEINPFALZ-Artikel

Text: RHEINPFALZ

23.06.2019 | Naturschutz: Dörfer sollen Hügel für Wildbienen bauen
RHEINPFALZ-Artikel

Text: RHEINPFALZ

22.06.2019 | Wildbienen nisten im Boden: Kreis Germersheim bietet Förderung für Bienenhügel an

Auch der Pfalz Express berichtet über unsere Wildbienen-Nisthügel:

Pressemitteilung-Pfalz-Express-Wildbienen-Nisthügel
22.06.2019 | Jetzt Förderung für Bienenhügel beantragen

Auch der Speyer Kurier berichtet über unsere Wildbienen-Nisthügel:

Pressemitteilung-Speyer-Kurier-Wildbienen-Nisthügel
19.06.2019 | Pressemitteilung-Bienenhügel-Kreisverwaltung-Germersheim
17.06.2019 | Wildbienen-Nisthügel
14.06.2019 | Naturschutz und Landschaftspflege in den Kommunen - NEUE TERMINE für die Schulung: Förderung der Biodiversität durch Landschaftspflege

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir sind uns Alle einig darin, dass die nachhaltige Leistungsfähigkeit der Natur in unserer dicht besiedelten südpfälzischen Landschaft immer mehr abnimmt, während die Ansprüche und der Bedarf an dieser grundlegenden Ressource unseres Wohlergehens ständig steigen. Wie gerne reden wir von unserem südpfälzischen Paradies und auch so beruhigend von einem intakten Ökosystem, dessen Stabilität wir aber längst nicht mehr garantieren können.
Viele ungünstige Faktoren erkennen wir immer bei der Nutzung privater Flächen in den Siedlungen, in den Industriegebieten und draußen in der Weinbergs- und Ackerflur. Hauptsächlich an diese Adressen richtet man die Appelle zu mehr Rücksicht auf die Belange der Natur.
Dabei sind doch die Kommunen zuerst und eindeutig in der Pflicht, die eigenen Flächen, also den Allgemeinbesitz von Wegrändern, Böschungen, Ausgleichsflächen bis hin zu verpachteten Äckern und Wiesen naturnah zu entwickeln und so vorzuhalten, dass wenigstens hier aufwertende Beiträge zum Ökosystem und seiner Biodiversität einen gewissen Ausgleich bringen.
Wie Sie spätestens durch die Medien erfahren haben, gibt es nun eine erfolgversprechende Initiative, nämlich die Aktion Südpfalz-Biotope, die beauftragt und gefördert durch die Stiftung Natur und Umwelt des Landes Rheinland-Pfalz, gezielt die Kommunen für die Förderung und Erhaltung der Artenvielfalt durch richtige Biotoppflege und -aufwertung sensibilisieren und qualifizieren will.
Die Aktion Südpfalz-Biotope nutzt die enge Kooperation zwischen einerseits den Landkreisen Germersheim, Südliche Weinstraße, der Stadt Landau und andererseits der hiesigen NVS-Naturstiftung. Diese Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz, gegründet vom Naturschutzverband Südpfalz (NVS), betreibt jetzt in Kleinfischlingen die Südpfalz-Biotop-Zentrale mit angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitern.
Von dort werden den Kommunen Beratungen und Schulungen zur naturschutzfachlichen Pflege angeboten.
Insbesondere können dort Projekte zur Aufwertung von Biotopen angegangen werden, an denen sich Kommunen mit ihren Flächen beteiligen dürfen und sollen. Hierbei kann in geeigneten Fällen mit hundertprozentiger finanzieller Unterstützung kalkuliert werden.
Als eines vieler Beispiele mag die Sanierung von Hohlweg-Biotopen zugunsten unserer Wildbienenpopulationen gelten. Auch sind Kommunen meist im Besitz von aufgelassenem verbuschtem Grünland, dessen einstiger Artenreichtum an Blütenpflanzen und Insekten reaktiviert werden kann, wenn man den Charakter des hiesigen Offenlandes und Halboffenlandes wiederherstellt und durch fachgerechte Nutzung erhält.
Die Zentrale würde Ihre diesbezüglichen Meldungen mit Ihrem Interesse an Zusammenarbeit sehr begrüßen. Sie können zum Beispiel ein Meldeformular von der Homepage der NVS-Naturstiftung und ihrer Aktion Südpfalz-Biotope herunterladen und Ihre Flächen mit Ihrer Problematik oder Ihren Plänen benennen.

Nun werden im Herbst wieder kostenlose Schulungen für Entscheidungsträger und Gemeindebedienstete in der Südpfalz-Biotop-Zentrale angeboten. Auch vertraglich tätige Landschaftspfleger und weitere Interessenten dürfen teilnehmen.
Referenten sind Meike Wagner, Umweltwissenschaftlerin M.Sc. von der Südpfalz-Biotop-Zentrale, Kurt von Nida (Gründer der Aktion Südpfalz-Biotope) und Kurt Garrecht (1. Vorsitzender NVS). Diese Veranstaltungen empfehlen wir wärmstens, um mehr über die zeitlich und technisch den Bedürfnissen der Arten angepasste Pflege von Grünland, auch der Streuobstwiesen, der Ausgleichsflächen und an Rändern und Krautsäumen zu erfahren. Auch über zeitlich und räumlich versetzte Pflegeeingriffe wird gesprochen werden. Viele weitere Saum- und Kleinbiotope mit ihrem speziellen schützenswerten Leben werden anschaulich vorgestellt, wobei zu den Hecken ganz besonders interessante Aspekte und Vorschläge zu denken geben werden. Zum Obstbaumschnitt gibt es grundsätzliche Hinweise.
Wir sind überzeugt, dass wir zum Wohl der südpfälzischen Natur besonders mit Ihrem lokalen Engagement in Ihrer Gemarkung auf einem richtigen Weg sind und bedanken uns jetzt schon für Ihre Mitarbeit bei diesem wichtigen Thema.

Unsere nächsten Schulungsveranstaltungen

Donnerstag, 29. August 2019
Mittwoch, 4. September 2019
Donnerstag, 5. September 2019
Donnerstag, 12. September 2019

jeweils von 8.30 bis 11.30 Uhr.

oder

Montag, 9. September 2019

von 18.30 bis 21.30 Uhr.

Kontaktdaten
Aktion Südpfalz-Biotope, Niedergasse 3-5 in 67483 Kleinfischlingen
Tel.: 06347 /47 3 88 78
E-Mail: suedpfalz-biotope@nvs-natur-stiftung.de
Homepage: https://www.nvs-natur-stiftung.de/foerderung-der-biodiversitaet-durch-landschaftspflege/
Facebook: https://bit.ly/2WFA7uB

Text: Aktion Südpfalz-Biotope

09.06.2019 | Blühende Wiesen in Stadtmitte
RHEINPFALZ-Artikel

Text: RHEINPFALZ

03.06.2019 | Freilandschulung Grünlandpflege

Streuobstwiese
Ökologisches Mähen mit Pferd und Doppelmessermähbalken!

Bildquelle: Aktion Südpfalz-Biotope

03.06.2019 | Aufruf an die Winzerschaft

Liebe Kollegen,

unserer Acker- und Weinbergslandschaft fehlt es seit vielen Jahren an den nötigen Lebensraum- und Nahrungsangeboten für Wildbienen, Schmetterlinge und weitere Insektenarten. Dies hängt nicht nur damit zusammen, dass großflächige Kulturen und der Pflanzenschutz die einstige Vielfalt von Blütenpflanzen auf kleineren Parzellen verdrängt haben. Wir Bewirtschafter haben meist auch noch die Wegränder, die Krautsäume vor Hecken, die Grünlandstreifen entlang der Geländestufen, auf Zwickeln und Ausgleichsflächen aus falsch verstandenem Ordnungssinn mehrfach im Jahr gemulcht, obwohl sie bei den Flurbereinigungen als öffentlicher Besitz für die Natur als Ausgleich bestimmt waren.
So konnte sich selbst hier die Nahrungskette von der Nektarpflanze über den Schmetterling zur Vogelwelt nicht aufbauen. Ohne dabei wirtschaftliche Vorteile zu erlangen, wurde die Landschaft an ökologischem Potential ärmer gemacht.
Deshalb ergeht die eindringliche Bitte an die Berufskollegen, künftig die Kommune mit ihrer jetzigen Absicht zu unterstützen, in der Gemarkung wenigstens auf den öffentlichen Flächen die Artenvielfalt mit schonender Pflege zu fördern und die privaten Eingriffe zu unterlassen.
Wir wollen zeigen, dass wir als Bauern und Winzer mithelfen können, dem Artensterben und der Lebensraumverarmung entgegenzuwirken.

Text: Aktion Südpfalz-Biotope

02.06.2019 | Pflegetipps fürs Grünland, Gehölz/Hecken und Gewässer/Ufer

Grünland

• Späte Mahdtermine (Juli/August) bevorzugen

• Wenn früher, dann abschnittsweise mähen! à Blüten können aussamen & Rückzugsmöglichkeiten für Tiere bleiben à Mahdmosaik

• Besser mähen anstatt mulchen

• Mähgut entfernen (wenn möglich) zur Ausmagerung

• Teilflächen nur alle 1-2 Jahre (oder seltener) mähen

• Höhere Schnitthöhen bevorzugen

• Von innen nach außen mähen (bei großen Flächen)

Gehölz/ Hecke

• Hecke nie bodengleich abschneiden

• Nie auf ganzer Länge auf einmal pflegen à Besser auf Lücke

• Zeitliche Abstände (Jahre) zwischen Pflegeeingriffen von Baum- und Strauchart abhängig

• Vorrangig Beerensträucher (Futter), dornige Sträucher (Brutmöglichkeit) fördern

• Waldrebe & Unterlagsrebe (Weinbergsnähe) innerhalb einer Hecke immer komplett entfernen

• Alte Kopfweiden unbedingt erhalten und neue erzeugen

• Schnittgut (grobes Material) am besten hochkant in Hecke einbauen & nicht auf Grünland liegen lassen

Gewässer/ Ufer

• Besonnte Stellen für Libellen & Amphibien erhalten

• Vorhandenes Ufergehölz (Strauchweiden, Baumweiden, Schneeball, Holunder) erhalten, Hartriegel kann entfernt werden

• Krautsäume abschnittsweise pflegen

• Uferböschung nach Möglichkeit sich selbst überlassen

• Fließgeschwindigkeit nicht erhöhen

Text: Aktion Südpfalz-Biotope

03.04.2019 | Naturschutz: Stiftung erwirbt Flächen in Südpfalz

RHEINPFALZ-Artikel

Text: RHEINPFALZ

23.03.2019 | Im Prinzip sind alle für die Natur
RHEINPFALZ-Artikel

Text: RHEINPFALZ

18.02.2019 | Gemeinsame Pressemitteilung der Landkreise GER und SÜW, der Stadt LD und der NVS-Naturstiftung

Aktiv die Umwelt schützen mit der Aktion Südpfalz Biotope:
Landräte Seefeldt und Brechtel sowie OB Hirsch rufen Kommunen zur Teilnahme an Schulungen für Entscheidungsträger und Mitarbeiter im Februar und März auf

In Folge der Überwucherung durch Waldrebe und Hartriegel geht in dieser Streuobstwiese die Vielfalt der Nektarpflanzen verloren.
Foto: Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz

In einem gemeinsamen Appell haben die Landräte Dietmar Seefeldt (Südliche Weinstraße), Dr. Fritz Brechtel (Germersheim) und Oberbürgermeister Thomas Hirsch (Landau) dazu aufgerufen, sich im Rahmen der Aktion Südpfalz Biotope für den Naturschutz in der Südpfalz zu engagieren. Erste Schulungen für kommunale Entscheidungsträger und Gemeindebedienstete beginnen noch im Februar in Kleinfischlingen; auch Landschaftspfleger und weitere Interessenten können teilnehmen.

Wir alle sind uns einig, dass die nachhaltige Leistungsfähigkeit unserer schönen Südpfalz geschützt werden muss. Es gilt, das südpfälzische Paradies, von dem wir alle gerne reden, und dessen intaktes Ökosystem zu erhalten. Wir appellieren daher an alle, die Belange der Natur zu berücksichtigen. Beteiligen Sie sich an der wertvollen Zusammenarbeit zugunsten unserer Umwelt!“, rufen Seefeldt, Brechtel und Hirsch auf.

Beispielsweise mit einer naturnahen Entwicklung von Wegrändern, Böschungen und Ausgleichsflächen könnten die Kommunen eine Vorbildfunktion übernehmen, so die drei Verwaltungschefs weiter. „Als eines vieler Beispiele ist die Sanierung von Hohlweg-Biotopen zugunsten der Wildbienenpopulationen zu nennen. Viele Kommunen sind im Besitz von aufgelassenem verbuschten Grünland, dessen einstiger Artenreichtum an Blütenpflanzen und Insekten reaktiviert werden kann, wenn der Charakter des Offenlandes und Halboffenlandes wieder hergestellt und durch fachgerechte Nutzung erhalten wird. Kommunen können beispielsweise leicht ein Meldeformular von der Homepage der NVS-Naturstiftung und der Aktion Südpfalz-Biotope herunterladen und dabei eigene Flächen mit ihrer jeweiligen Problematik oder ihren Plänen dazu benennen“, betonen Seefeldt, Brechtel und Hirsch.

Wer sich für die kostenlosen Schulungsvormittage interessiert, kann sich bei der Aktion Südpfalz-Biotope, Niedergasse 3 – 5 in 67483 Kleinfischlingen unter Telefon 06347 4738878, hier oder mittels Formular per E-Mail anmelden. Referentin ist Meike Wagner, Umweltwissenschaftlerin M.Sc. von der Südpfalz-Biotop-Zentrale in Kleinfischlingen, assistiert von Kurt von Nida und Kurt Garrecht. Die Schulungsvormittage finden am Mittwoch, 27. Februar, Mittwoch, 20. März, Donnerstag, 21. März, und Mittwoch, 27. März, statt und dauern jeweils von 8.30 bis 11.30 Uhr.

Hintergrund:
Die Aktion Südpfalz-Biotope, gefördert durch die Stiftung Natur und Umwelt des Landes Rheinland-Pfalz, möchte die Kommunen für die Förderung und Erhaltung der Artenvielfalt durch richtige Biotoppflege und – aufwertung sensibilisieren und qualifizieren. Die enge Kooperation zwischen den Landkreisen Germersheim, Südliche Weinstraße, der Stadt Landau und der NVS-Naturstiftung ermöglicht eine enge und effiziente Zusammenarbeit zwischen den Akteuren. Die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz, gegründet vom Naturschutzverband Südpfalz, betreibt in Kleinfischlingen die Südpfalz-Biotop-Zentrale mit angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitern.
Von dort werden den Kommunen Beratungen und Schulungen zur naturschutzfachlichen Pflege angeboten. Insbesondere können Projekte zur Aufwertung von Biotopen entwickelt werden, an denen sich Kommunen mit ihren Flächen beteiligen können. Hierbei kann in geeigneten Fällen mit voller Förderung kalkuliert werden. Weitere Informationen sind unter www.nvs-natur-stiftung.de/aktion-suedpfalz-biotope zu finden.

Gemeinsame Pressemitteilung der Landkreise GER und SÜW, der Stadt LD und der NVS-Naturstiftung

Hier ist der Artikel dazu im Pfalz-Express.

13.02.2019 | So viel wie möglich für die Natur
RHEINPFALZ-Artikel

Text: RHEINPFALZ

02.02.2019 | Kümmerer

GESUCHT: KÜMMERER

Verdächtige melden bei Aktion Südpfalz-Biotope

Liebe NVS-Kolleginnen und Kollegen,

stellt Euch vor, draußen in Eurer Gemarkung haben die Heinzelmännchen den Krautsaum vor der Böschungshecke nur abschnittsweise gemäht. Sie haben immer wieder Stellen mit Vogelwicke, Stadt-Nelkenwurz, Rotklee, Pastinak, Taumel-Kälberkropf, Schöllkraut und derart mehr in ihrer ganzen Blütenvielfalt als Insektennahrung stehen gelassen. Die schonend abgemähten Gräser und Kräuter wurden sogar abtransportiert, damit sie nicht faulend liegen bleiben und das Nachwachsen behindern.
Die Heinzelmännchen haben erst am 15. Juli die Streuobstwiese gemäht. Für den Neuntöter und die Dorngrasmücke gab es also noch lange genug Insektenfutter für ihre Jungen. Und für die späten Schmetterlinge stehen außerdem immer noch Streifen mit blühendem Hornklee, mit Natternkopf und Oregano zwischen den gepflegten Apfelbäumen. Diese Ausgleichsfläche der Kommune darf jetzt endlich den Auflagen entsprechend zum Paradies für Insekten und Vögel werden. Auch über Winter bieten Hochstauden noch Sämereien und Schutz.
Welche Heinzelmännchen haben unten zwischen den Wiesen die Ufer des Abzugsgrabens diesmal nur halbseitig gemulcht? Aber dafür am Südufer das Rohrglanzgras und die hohen Stängel des Blutweiderichs und des Mädesüß als Deckung für den Winter und als Jagd- und Singwarte im Frühling dem Schwarzkehlchen, der Grauammer, dem Feldschwirl und dem Radnetz der Wespenspinne überlassen?
Die Kommune hatte vorher ihre Mitarbeiter zur Schulung zu der Aktion Südpfalz-Biotope nach Kleinfischlingen geschickt und dann mit einem Konzept zur Landschaftspflege ihre Flächen näher an die Bedürfnisse der Natur herangebracht.
Liebes Mitglied, meinst Du nicht auch, Du könntest diesen fruchtbaren Prozess der helfenden Pflege und der Biotopaufwertung in der Gemeinde als Beobachter und Korrespondent begleiten? Du könntest uns in der Zentrale zum Beispiel mitteilen, was sich zum Guten gewandelt hat, aber auch, wo in Deiner Gemarkung noch Defizite und weitere Aufwertungschancen bestehen. Du könntest uns Vorschläge machen, wo man mit Totholz, mit Steinhaufen nachbessern müsste, auch wo Kopfweiden entstehen oder gepflegt werden sollten, wo Wiesen verbuschen oder auch übernutzt werden. Du kannst mit Wiesenbewirtschaftern über Vertragsnaturschutz auf Grünland sprechen. Du wirst uns zuarbeiten, wenn wir zum Biotopverbund Flächen als Brücke brauchen.
Wenn Du Hand in Hand mit der sensibilisierten Gemeinde und vielleicht mit weiteren Mitstreitern als Trio den öffentlichen Flächenbesitz zu, auch von der Öffentlichkeit hochgeschätzten, Lebensräumen entwickeln würdest?
Die Aktion Südpfalz-Biotope braucht sechzig solcher Kümmerer, Gewährsleute, in der gesamten Südpfalz. Wir haben die Kreisverwaltungen als Partner im Rücken. Wir haben professionelle Berater in der Zentrale. Wir nehmen in unsere Datenbank die Flächen auf, die Du uns als interessante Teile Deines Gebiets meldest und begleiten Dich wiederum, wenn Du mit den Bürgermeistern darüber sprechen willst.
Bitte melde Dich, wenn Dir diese Funktionen Spaß machen würden: per Brief (Südpfalz-Biotop-Zentrale, Niedergasse 5, 67483 Kleinfischlingen), Telefon (06347 4738878) oder E-Mail .

Text: Naturschutzverband Südpfalz (NVS)

02.02.2019 | Biotop-Flüsterer

Biotop-Flüsterer werden!

Nichts für schwache Nerven in gefährdeten Verhältnissen

Biotope verstehen – ihre Umgebung berücksichtigen – ihre Funktion und Bedeutung in der südpfälzischen Landschaft kennen – ihre Entwicklung begleiten und mit steuern oder was Neues anlegen, das bieten die Leute vom Naturschutzverband Südpfalz (NVS). „Komm in den Kreis der Biotopspezialisten!“
Wer hat den Mut, sich auf solche komplexen Verhältnisse auf meist großen Flächen in schwierigem Gelände einzulassen? Und das noch in der Freizeit?
Wen kann es reizen, mit Unterstützung erfahrener Typen aus dem ehrenamtlichen Biotopmanagement sich hier als Controller, Planer, Bauleiter, Steuerer, Vernetzer einzuarbeiten und bald echte Verantwortung für einen Lebensraum zu übernehmen?
Herausforderung pur, wenn große und teure Maschinen im Gelände auf Befehle warten, aber auch Spannung pur, wenn nach Umgestaltung und Pflege im Frühling die Erwartung wächst, ob Vegetation, Bewohner und Zuwanderer reagieren! Und dann folgt oft der Lohn für einen schöpferischen Akt von Teich bis Totholzinseln.
Wen solche hochempfindlichen, lebendigen Systeme und ihre Entwicklung und Betreuung faszinieren, der muss bei den 800 Grundstücken des NVS und seiner Stiftung als Biotop-Flüsterer einsteigen. Hier wird der Verantwortung für die Stabilität der Landschaft Rechnung getragen.

Bitte melde Dich, wenn Dir diese Funktionen Spaß machen würden: per Brief (Südpfalz-Biotop-Zentrale, Niedergasse 5, 67483 Kleinfischlingen), Telefon (06347 4738878) oder E-Mail.

Text: Naturschutzverband Südpfalz (NVS)

30.01.2019 | Kopfweidenpflege

Kopfweidenpflege am Kaiserbach bei Heuchelheim

Am Mühlgraben in Heuchelheim
Foto: Sonja Tausch-Treml

Kopfweiden prägen das Bild vieler Niederungslandschaften. Entstanden ist die Form dieser lebendigen Landschaftselemente durch menschliche Nutzung. Durch das sogenannte „Köpfen“ der Weiden entstand zum einen deren teils markante Form, zum anderen dienten die regelmäßig entnommenen Weidenruten und -stangen zur Nutzung als Flechtmaterial für Körbe, Flechtzäune, das Ausflechten der Gefache im Hausbau oder als Bindeweiden im Weinbau. Die Silber-Weiden (Salix alba) und Korb-Weiden (Salix viminalis) gedeihen gut an nassen Standorten und wurden in Reihen vor allem entlang von Gräben und Wasserläufen angepflanzt. Die Triebfreudigkeit der Weiden führt dazu, dass an der Schnittstelle am Kopf immer wieder junge Triebe nachkommen, welche über viele Jahre hinweg nachwachsende Rohstoffe als Bau- und Brennmaterial liefern. Diese wirtschaftliche Nutzung ist in der heutigen Zeit nicht mehr gegeben. Infolge dessen sind die Kopfweiden stark gefährdet, drohen sie doch unter der Last der immer schwerer werdenden mehrjährigen Triebe auseinander zu brechen.

Professioneller Kopfweidenschnitt am Mühlgraben der Obermühle in Heuchelheim
Foto: Sonja Tausch-Treml

Jedoch gibt es auch heute noch gute Gründe diese Kopfweiden nicht nur wegen ihres prägnanten Erscheinungsbildes zu erhalten und zu pflegen. Die Kopfweiden sind jede für sich kleine Biotope und für den Artenschutz extrem wichtig, da sie verschiedensten Tierarten, insbesondere seltenen Insekten, Lebensraum bieten. Das Köpfen und Schneiden hinterlässt Wunden an den Bäumen, durch die Pilze ins Holz eindringen und Fäulnis, Vermorschung und Vermulmung in Gang setzen. In den entstehenden Höhlen finden viele Insekten, Vögel und auch Säugetiere Schutz. Alte, dickstämmige Weiden können bis zu 100 Käferarten beherbergen und zählen somit zu den artenreichsten Pflanzenarten in Mitteleuropa.
Höhlenbrütende Vogelarten wie Steinkauz, Gartenrotschwanz, Trauerschnäpper, Blau-, Kohl- und Weidenmeise, Feldsperling, Turmfalke und Hohltaube leben in den hohlen Stämmen ebenso wie Mäuse, Steinmarder, Siebenschläfer und Fledermäuse. Je älter und dicker die Kopfweiden werden, desto wertvoller sind sie für den Natur- und Artenschutz in unsererLandschaft, welche durch immer intensivere Nutzung und Bebauung Lebensräume für wildlebende Arten verliert.
Der Naturschutzverband Südpfalz e.V. mit seiner Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz möchte sich daher der Pflege der südpfälzischen Kopfweiden annehmen. Auf den Hinweis des NVS-Mitgliedes Werner Steigner wurde Ende 2018 eine erste Pflegemaßnahme an Kopfweiden auf Flächen der Gemeinde Heuchelheim am ehemaligen Mühlgraben zur Obermühle vorgenommen, ermöglicht durch eine gemeinsame Finanzierung durch den Förderverein zum Schutz und zur Pflege von Natur und Landschaft der Südlichen Weinstraße e. V. und dem Naturschutzverband Südpfalz e.V..

Weitere Kopfweidenpflege ist dringend notwendig, da das Auseinanderbrechen der Bäume neben einem immensen Verlust für die Natur oft auch eine Gefahr für die Nutzung von benachbarten Wegen und Straßen darstellt. In letzterem Falle sind die Grundstückseigentümer zwar schon aus Gründen der Verkehrssicherheit verpflichtet einzugreifen, jedoch sollte unbedingt ein fachkundiger Schnitt vorgenommen werden um den Erhalt der Bäume für Mensch und Natur gleichermaßen zu gewährleisten und nicht etwa wertvolle alte Baumköpfe mit Brutstätten von Tieren komplett zu entfernen. Um Pflegemaßnahmen an Kopfweiden in den Landkreisen Südliche Weinstraße, Germersheim und im Bereich der Stadt Landau auf den Weg bringen zu können, ruft der Naturschutzverband Südpfalz e.V. daher seine Mitglieder und die Bevölkerung auf, pflegebedürftige Kopfweiden und ihre Standorte zu melden. Die zum Januar 2019 mit drei Mitarbeitern besetzte Südpfalz-Biotop-Zentrale der Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz in Kleinfischlingen sammelt die Informationen und plant die Finanzierung und Umsetzung der Kopfweidenpflege.
Kontakt: Südpfalz-Biotop-Zentrale, Robin Kaltenbach; Telefon: 06347 4738878 oder  E-Mail.

Text: Naturschutzverband Südpfalz (NVS)

03.12.2018 | Konzertierte Aktion in Sachen Natur

Konzertierte Aktion in Sachen Natur

Südpfalz: In Bornheim unterzeichnen OB und Landräte Vereinbarung – Ministerin Klöckner wirbt für biologische Vielfalt

Politiker

Gut gelaunt dem Schutz der Artenvielfalt entgegen: Prominenter Gast in Bornheim war Julia Klöckner. (Foto: van)

Nur miteinander und mit vereinten Kräften aller Beteiligten seien die Ziele der Biodiversität zu erreichen, ökonomischem, sozialem, kulturellem sowie ästhetischem Wert. Dies sagte Julia Klöckner (CDU), Bundesministerin für Landwirtschaft und Ernährung, am Freitagabend vor 200 Besuchern zum Thema „Förderung der Artenvielfalt“ im Dorfgemeinschaftshaus in Bornheim.

Dies ist auch das Ziel der Kooperationsvereinbarung „Aktion Südpfalz Biotope“ zwischen den Landkreisen Südliche Weinstraße und Germersheim und der Stadt Landau sowie der „Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz“, die an diesem Abend von beiden Landräten Dietmar Seefeldt und Fritz Brechtel (beide CDU) sowie Landaus Oberbürgermeister Thomas Hirsch (CDU) unterzeichnet wurde. Brechtel sprach von einer Vision für die Südpfalz, die artenreichen und schutzwürdigen Biotope, Ausgleichsflächen, Saumbiotope und Geländestrukturen zu pflegen und zu entwickeln. Damit würden Artenreichtum erhalten und verbessert. Das gemeinsame Vorgehen eröffne die Möglichkeit, Fördermittel zu aktivieren und Gemeinden einzubinden. Kommunale Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer sollen mehr Sensibilisierung und Qualifizierung bei der Biotoppflege erfahren, aber auch die Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft im Naturschutz gestärkt werden, sagte Brechtel.

Bundesministerin Klöckner ging auf die Bedeutung der Biodiversität, also der biologischen Vielfalt ein, auch im Interesse der Kulturlandschaft. Es werde nicht ohne die Landwirtschaft funktionieren, aber auch nicht ohne die anderen Akteure des Naturschutzes. Klöckner forderte dazu auf, ihr Ideen zum Schutz der Kulturlandschaft zu übermitteln, „damit wir gemeinsam tatkräftig die Biodiversität regional, national und global fördern und die Artenvielfalt schützen.“ Sie freue sich, in Bornheim zu sein, wo Ortsbürgermeister Karl Keilen (CDU) schon seit 2014 das Thema Artenvielfalt und naturschutzfachliche Nutzung auf kommunalen Flächen voranbringe, Bornheim setze als Pilotgemeinde das „Eh-da-Konzept“ um. Das derzeit breit diskutierte Insektensterben sei gewissermaßen ein Synonym für einen Verlust der Artenvielfalt. Die Landwirtschaft dafür pauschal in die Verantwortung zu nehmen, das werde der Sache nicht gerecht. Die Ursachen seien vielfältiger und komplexer.

Mit Blick auf eine weiter wachsende Weltbevölkerung und damit eine steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln müsse Ziel sein, produktive landwirtschaftliche Flächen zu erhalten und gleichzeitig zusätzliche Lebensräume für die Artenvielfalt zu nutzen. Bei der Umsetzung werde die Digitalisierung helfen, denn sie sei der Schlüssel für die weitere Entwicklung der Arbeit des Landwirts und Winzers in den kommenden Jahren.

Reinhold Hörner, Vorstandsmitglied der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz, betonte in der Podiumsdiskussion, dass die Landwirtschaft einen großen Beitrag zur biologischen Vielfalt leiste. Immer mehr Landwirte würden sich an Agrarum-weltprogrammen und Modellprojekten für die Artenvielfalt beteiligen. In der Struktur der südpfälzischen Landespflege werde jetzt ein weiteres Element eingefügt, die Arbeit der Ehrenamtlichen, erklärte Kurt von Nida, Vorstandsmitglied der Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz.

Dieter Zeiß, Vorsitzender der Stiftung, hob die breite Aufstellung der „Aktion Südpfalz-Biotope“ hervor. Naturschutzverbände, Landwirtschaft, Grundbesitzer, Behörden, Kommunalpolitiker und vor allem die Bevölkerung sollen im Interesse der Artenvielfalt und des Ökosystems in einem Boot sitzen. Auch für die BASF sei Nachhaltigkeit ein wichtiges Thema. Nach Ansicht von Andreas Schumacher lassen sich moderne Landwirtschaft und Nachhaltigkeit in Einklang bringen. „Unsere Erfahrungen zeigen, dass schon kleine Maßnahmen positive Effekte bringen.“

Nachdenklich stimmte insbesondere der Meinungsbeitrag von Kurt von Nida, wonach die Einflüsse des Klimawandels in Zukunft immer schwieriger abzupuffern seien. Es drohe ein Kampf ums Grundwasser. Gemüseanbau agiere derzeit rücksichtslos. Künftig würden Acker- und Weinbau mit den Kommunen konkurrieren. Bodenfunktionen müssen durch intaktes Leben erhalten werden, sagte von Nida.

Text: DIE RHEINPFALZ

19.12.2018 | Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

WochenblattText: Wochenblatt

28.11.2018 | Strippenzieher für die Natur

Strippenzieher für die NaturText: DIE RHEINPFALZ

15.08.2018 | Steinreich

SteingärtenText: DIE RHEINPFALZ
15.08.2018 | Amt und Ehrenamt für Natur verbinden


Text: DIE RHEINPFALZ
08.08.2018 | Preisverleihung

Preisverleihung beim Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0

Der NVS bzw. unsere Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz hat beim Ideenwettbewerb Ehrenamt 4.0 einen mit 1000 € dotierten Preis gewonnen. Überreicht wurde er am 8.8. in Ludwigshafen in Anwesenheit unserer Ministerpräsidentin, dem Wirtschaftsminister und der Umweltministerin an Karl Schupp, Dieter Zeiss und Kurt Bögelspacher.

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Eingereicht wurde unser neu entwickeltes Biotopmanagmentprogramm zur Verwaltung unserer Grundstücke. Die Lösung bestand in einem digitalen, cloudbasierten Biotopmanagementsystem, das auf der Grundlage einer Accessdatenbank programmiert wurde. Weitere innovative Lösungsansätze zeigten, dass das Programm weit über ein reines Liegenschaftsmanagementsystem hinaus geht. Cloud-Lösung, Verbindung mit dem Geoportal der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz und die Möglichkeit, die Grundstücke optisch auf der Karte zu sehen sind nur einige der Besonderheiten des Programms.

Das Preisgeld fließt unserer Stiftung zu und wird für Naturschutzzwecke verwendet.
Urkunde Ideenwettbewerb

Text: Stiftung

26.06.2018 | Die Aktion SÜDPFALZ-BIOTOPE

Die Aktion SÜDPFALZ-BIOTOPE

Streuobstwiese

Die AKTION SÜDPFALZ-BIOTOPE wird innerhalb der Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz (nvs-naturstiftung) als Zweckbetrieb geführt.

Bisher war unsere Stiftung operativ tätig in der Vermehrung, Pflege und Aufwertung der eigenen Naturschutzflächen mit über 800 Grundstücken.

Jeder Mitstreiter sah gleichzeitig seit Jahrzehnten, dass im Landschafts- und Naturschutz nach einem Schritt nach vorn gleich wieder zwei Schritte zurück zu verkraften waren. Warum nochmals eine neue Initiative? Vielleicht deshalb!

Und deshalb beginnen wir auch mit der Verwirklichung unserer Idee, zusätzlich auf vielen weiteren Flächen, besonders im öffentlichen Besitz, aber auch auf Privatland, Biotopaufwertungen und fachgerechte Pflege vorzunehmen. Viele Flächen haben sichtlich ein deutliches Defizit in ihrem ökologischen Wert, der im Zug einer großen Aktion in der ganzen Südpfalz gesteigert werden kann.

Es sollen Projekte möglich sein, die sich auf alle Gemeinden und ihre Gemarkungen ausdehnen können und nachhaltig in die Zukunft wirken durch Richtungsvorgabe, Meinungsbildung, Lerneffekte und draußen im Gelände durch Umgestaltungen und Vernetzungen von Biotopen und langjährige Begleitung der Pflegemaßnahmen. Von der Schulung kommunaler Mitarbeiter bis zu einem Biotopverbund Südpfalz reichen die Aufgaben.

Neu ist, dass sich die Aktion Südpfalz-Biotope mit einem Kooperationsvertrag die Kreisverwaltungen von Germersheim und Südliche Weinstraße und die Stadtverwaltung Landau und deren Untere Naturschutzbehörden als Partner sichert. Gleichzeitig entwickelt sich die konstruktive Zusammenarbeit mit weiteren Fachbehörden zum Nutzen unserer Symbioselandschaft.

Das gemeinsame Vorgehen eröffnet plötzlich die Möglichkeit, vorhandene Fördermittel in die Südpfalz zu holen.

Als selbständige, rechtsfähige, öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts, von der ADD beaufsichtigt , bilden wir eine sichere Institution, mit der die öffentliche Hand vertrauensvoll zusammenarbeitet.

Die Politik und die Behörden schätzen sehr, dass in dieser gemeinsamen Aktion das ehrenamtliche Potential von vielen Dutzend Bürgern als Ortskundige, Kümmerer, Organisatoren und Multiplikatoren genutzt, und dass der Landespflegegedanken tiefer in der Bevölkerung verankert wird.

Alle haben gesehen, dass viele notwendige Maßnahmen in der derzeitigen Situation weder vom Ehrenamt noch durch behördliches Eingreifen allein durchführbar waren. Nun sollen die Synergien ausgenutzt werden, die sich bei gegenseitiger Unterstützung auf diesem Feld entwickeln.

Nun hat das Kind einen Namen: AKTION SÜDPFALZ-BIOTOPE


Zur Organisation
Der Vorstand der Stiftung trägt für seinen Zweckbetrieb die Verantwortung für Finanzen, Steuerangelegenheiten, Personal und Infrastruktur.
Die SÜDPFALZ-BIOTOP-ZENTRALE in Kleinfischlingen im FLORUM, Niedergasse 5, übernimmt folgende Funktionen: Kontakt- und Informationsstelle, Beratung und Koordinierung, Verwaltung, Organisation, Steuerung von Entwicklung, Antragstellungen und Umsetzungen, Datensammlung und deren Auswertung, Öffentlichkeitsarbeit und die neu installierte Gebietsbiotopbetreuung. Dieser Dreh- und Angelpunkt führt Festangestellte, das Netz der Ehrenamtlichen und Selbständige als freie Mitarbeiter zusammen.
Als Ansprechpartner dient vorerst:
Kurt von Nida
Niedergasse 5 67483
Kleinfischlingen
Telefon: 06347 8816
E-Mail: suedpfalz-biotope­[ät]nvs-natur-stiftung.de

Hier ist der RHEINPFALZ-Artikel vom 26.06.2018

03.06.2018 | Kurt von Nida neu im Vorstand der Stiftung

Kurt von Nida neu im Vorstand der Stiftung des Naturschutzverbandes Südpfalz

Neu im Vorstand der Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz ist Kurt von Nida. Der Kleinfischlinger Naturschützer ist Nachfolger von Gerd Kümmel, der aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Wiederwahl antrat. Von Nida ist Apotheker im Ruhestand und seit Jahrzehnten Experte für Biotopgestaltung, hier besonders bei Gewässern und Grünland. Mit Leidenschaft führt er Kräuter- und Vogelstimmenwanderungen und begeistert die Menschen für die Natur in der Südpfalz. Die weiteren Vorstandsmitglieder Dieter Zeiß (Vorsitzender), Georg Herion, Matthias Kitt und Ralf Horder wurden vom Stiftungskuratorium in ihrem Amt bestätigt.

Kurt von Nida
Neu im Stiftungsvorstand: Kurt von Nida

Die 2014 vom Naturschutzverband Südpfalz und seinen elf Ortsgruppen gegründete Stiftung hat zum Ziel, ökologisch wertvolle Flächen in der Region zu erwerben, um sie nachhaltig für den Naturschutz zu sichern. Rund 800 Grundstücke mit zusammen fast 180 Hektar, darunter Streuobstwiesen, Tümpel für Amphibien oder Lößsteilwände für Insekten, besitzt und pflegt die Umweltstiftung gemeinsam mit den Mitgliedern ihres Naturschutzverbandes. „Durch Zustiftungen kommen immer wieder neue Flächen dazu, die wir im Sinne der Natur zu ökologisch wertvollen Flächen arrondieren oder als Trittsteine zwischen den intensiv genutzten Flächen für Landwirtschaft, Siedlungs- und Straßenbau nutzen“, ist von Nida überzeugt von seiner Aufgabe.

Text: Stiftung

14.03.2018 | Zoo Landau verkauft Wiesengrundstücke an die Stiftung

Raum für Pflanzen und Tiere

Zoo Landau verkauft Naturschutzverband Südpfalz ererbte Wiesengrundstücke

Die Naturschutzarbeit des Naturschutzverbandes Südpfalz (NVS) und seiner „Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz“ wurde jüngst erneut von der Umweltstiftung Rheinland-Pfalz gewürdigt. Für den Erwerb und damit die Erhaltung und Gestaltung von Biotopen gab es wieder Fördermittel in Höhe von 21.900 Euro.

Von diesem Geld konnten unter anderem vier Wiesengrundstücke in der Gemarkung Steinweiler, die dem Landauer Zoo als Erbe überlassen wurden, für die Naturschutzarbeit durch den NVS erworben werden.„Die Öffentlichkeit muss unbedingt von diesem Vertrauensbeweis der Mainzer Umweltstiftung erfahren, den wir sehr zu schätzen wissen“, wünscht sich Dieter Zeiß, der Vorsitzende der Südpfälzer NVS-Stiftung. „Zum Ersten sieht der Bürger, dass Mainzer Gelder auch wieder sinnvoll und gezielt in die Region zurückfließen. Zum Zweiten animiert es hoffentlich noch mehr Mitbürger, ebenfalls mit Schenkungen, Spenden und Zustiftungen unserer hiesigen Stiftung Grundstücke und Finanzmittel anzuvertrauen – für unsere Südpfalz-Biotope, die ja nicht irgendwo, sondern direkt vor unserer Haustür zur Stabilität unserer liebenswerten Landschaft beitragen.“
Zeiß führt die bisherige Zahl von 800 Grundstücken mit 180 Hektar Gesamtfläche ins Feld: Obwohl nur ein Anfang, sichere doch jedes der Grundstücke den Lebensraum für Pflanzen und Tiere und bereichere die heimatliche Landschaft. Als Beispiel könnten die neu erworbenen Flächen dienen.

Text: Die Rheinpfalz Pfälzer Tageblatt – Nr. 62, Seite 17

13.11.2017 | Artikel der Stiftung bei www.pfalz-express.de
22.03.2017 | Modehaus Jost spendet an die Stiftung

Spende Jost
Jan Achilles, Filialleiter des Modehauses Jost in Landau (rechts), überreicht einen Scheck in Höhe von 3.000 Euro an die Vertreter der Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz (von links): Matthias Kitt (Mitglied des Sitftungsvorstands), Kurt von Nida (Mitglied des Stiftungsrats), Dieter Zeiß (Vorsitzender des Stiftungsvorstands) und Kurt Garrecht (Vorsitzender des Naturschutzverbandes Südpfalz).

Modehaus Jost spendet 3.000 Euro aus dem Verkauf von Kunststoff-Tragetaschen an die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz

Gleich doppelt engagiert sich die Jakob Jost GmbH für die Umwelt: Zum einen gibt das Einzelhandelsunternehmen Kunststoff-Tragetaschen nur noch kostenpflichtig aus, was den Verbrauch drastisch reduziere; zum anderen spendet es die Einnahmen von zehn Cent pro Tragetasche für den lokalen Umweltschutz. Dabei ist die kostenpflichtige Abgabe von Kunststoff-Tragetaschen keine Idee des Grünstadter Unternehmens, sondern die Folge einer EU-Richtlinie von 2016, die dazu beitragen soll, die Weltmeere zu schützen. „Die größte Umweltverträglichkeit bei Verpackungstüten jeglicher Art wird durch die Vermeidung erzielt“, weiß Jan Achilles, Geschäftsführer des Modehauses in Landau. „Viele unserer Kunden leben mittlerweile sehr umweltbewusst und begrüßen diese Maßnahme sehr.“ Aber anscheinend noch nicht alle, denn seit Oktober wurden in den fünf Modehäusern des Unternehmens in der Pfalz und Baden so viele Kunststoff-Tragetaschen von Kunden gekauft, dass bereits stattliche Einnahmen erzielt wurden, die das Unternehmen zu hundert Prozent lokalen Umweltschutzprojekten zukommen lässt.

Als Begünstigten am Standort Landau wählte das Modehaus Jost die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz aus. Die Überraschung und Freude über die Spende in Höhe von 3.000 Euro war gleichermaßen groß bei den Verantwortlichen der Stiftung, die 2014 aus den Ortsgruppen des Naturschutzverbandes Südpfalz hervorging und sich für den nachhaltigen Schutz und die Pflege der Natur in der Südpfalz einsetzt. „Wir verwalten und pflegen derzeit rund 800 Grundstücke mit einer Fläche von über 180 Hektar“, berichtet Matthias Kitt, Mitglied im Vorstand der Stiftung. „Regelmäßig erhalten wir von Spendern oder Verkäufern neue Flächen dazu, die ihr Land als Lebensraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt erhalten wollen.“ Die Stiftung habe eine große Herausforderung angenommen und meistere diese mit viel Engagement und Tatkraft. „Da tut es gut, wenn dies von den Unternehmen und Menschen in der Region wahrgenommen und wie von der Jakob Jost GmbH unterstützt wird“, freut sich der Stiftungsvorstand über die Spende. Wer seine Flächen an die Stiftung abgeben möchte, kann sich mit der NVS-Stiftung unter 06349 8644 in Verbindung setzen.

16.03.2017 | Umweltstiftung Rheinland-Pfalz unterstützt die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz beim Kauf von 21.630 Quadratmetern schutzwürdiger Fläche in der Südpfalz
Wollmesheim: Grüner Trittstein inmitten der Agrarlandschaft
Wollmesheim: Auch ein nicht mehr bewirtschaftetes Obstgrundstück in der Gemarkung Wollmesheim ging in das Eigentum der Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz über. Dieser grüne Trittstein inmitten ausgeräumter Agrarlandschaft bietet zahlreichen Tieren Unterschlupf und Nistmöglichkeiten.
Bruchwiese in Steinweiler
Steinweiler: 5.203 Quadratmeter ökologisch wertvolle Fläche hat die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz in den Bruchwiesen in Steinweiler erworben. Die Brache ist Lebensraum für feuchtigkeitsliebende Tiere und Pflanzen.

Umweltstiftung Rheinland-Pfalz unterstützt die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz beim Kauf von 21.630 Quadratmetern schutzwürdiger Fläche in der Südpfalz

Insgesamt 21.630 Quadratmeter schutzwürdige Fläche konnte die aus dem Naturschutzverband Südpfalz (NVS) hervorgegangene Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz durch die Unterstützung der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz erwerben. Für die Gebiete in den Landkreisen Germersheim und Südliche Weinstraße sowie dem Stadtgebiet Landau legte die rheinland-pfälzische Stiftung in Mainz mit einer Fördersumme von 19.300 Euro rund 80 Prozent für den Kauf drauf.

In den Bruchwiesen in Steinweiler konnte mit 5.203 Quadratmeter das größte Grundstück erworben werden. Das Grundstück grenzt bereits an eine Fläche des NVS mit Weiher an. Die Brache ist mit feuchtigkeitsliebenden Pflanzen bedeckt und wird von einer angepassten Tier- und Pflanzenwelt als Lebensraum genutzt. Gleich vier Wiesen in der Gemarkung Rohrbach gingen in den Besitz der südpfälzischen Stiftung über. Die teils feuchten bis nassen Flächen im Klingbachtal werden nach Abstimmung weiterhin landwirtschaftlich genutzt, um eine Verbuschung zu vermeiden.

Zwei weitere Wiesen konnte die NVS-Stiftung im Blankenbruch in der Gemarkung Billigheim gewinnen. In diesem Gebiet besitzt die Stiftung bereits schutzwürdige Flächen. Um die Auenlandschaft weiterhin offen zu halten, findet darauf eine kontrollierte Grünlandbewirtschaftung statt. In der Gemarkung Mühlhofen konnte ein mit Erlen bewachsenes feuchtes Waldstück gesichert werden, das als solches erhalten bleibt.

Eine Lebensinsel in einer ringsherum ausgeräumten Agrarlandschaft wurde an die Stiftung in der Gemarkung Wollmesheim verkauft. Das nicht mehr bewirtschaftete Obstgrundstück, das vielen Tieren Unterschlupf und Nistmöglichkeiten bietet, wird weiterhin der Sukzession überlassen. Mehrere Hochstammobstbäume pflanzen und eine Blühmischung einsäen möchten die Naturschützer auf ihrem neuen Ackergrundstück in der Gewanne Lautermannsbach in Ilbesheim. Auf dem unbewirtschafteten Grundstück in Hanglage soll eine Streuobstwiese entstehen.

Einen alten Bestand mit hochstämmigen Obstbäumen bieten auch zwei seit Jahren nicht mehr bewirtschaftete Grundstücke in den Steinäckern in Billigheim. Die NVS-Ortsgruppe Billigheim-Ingenheim wird versuchen, die alten Obstbäume wieder von dem überwuchernden Efeu zu befreien. Eine nicht mehr bewirtschaftete Terrassenobstanlage konnte die Stiftung im Ohligsteig in Barbelroth erwerben. Auch bei diesem Grundstück ist rundherum die Agrarlandschaft ausgeräumt, so dass die terrassierte Fläche ein Trittstein für Tiere bildet.

Die südpfälzische Stiftung ist im Besitz von rund 770 Grundstücken mit einer Gesamtfläche von rund 180 Hektar. Diese sollen nachhaltig für den Naturschutz sicher gestellt werden und als Trittsteine für Tiere und Pflanzen zwischen den intensiv genutzten Flächen für Landwirtschaft, Siedlungs- und Straßenbau dienen. Verkaufsbereite Eigentümer von Grundstücken, die für die Bewirtschaftung durch landwirtschaftliche Betriebe von geringem Interesse sind, können sich gerne mit der NVS-Stiftung unter 06349 8644 in Verbindung setzen. Mehr über die regionale Stiftungsarbeit unter www.nvs-natur-stiftung.de.

Die Bewilligung von finanziellen Mitteln durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz wird erst durch die Unterstützung der Lotterie GlücksSpirale möglich.

Text: Stiftung

12.09.2016 | Oberes Hirtenbachtal in der Gemarkung Pleisweiler-Oberhofen bis Mai 2018 als Naturschutzgebiet sichergestellt

Oberes Hirtenbachtal in der Gemarkung Pleisweiler-Oberhofen bis Mai 2018 als Naturschutzgebiet sichergestellt

Über rund 50 Hektar erstrecken sich auf dem ehemaligen militärischen Übungsgelände im Bereich des Hirtenbachtals in der Gemarkung Pleisweiler-Oberhofen, Verbandsgemeinde Bad Bergzabern, rund fünf Hektar besonders schutzwürdige Orchideenwiese und 45 Hektar Waldfläche, die sich als ehemaliges Militärgebiet in den letzten Jahren ungestört entwickeln konnte. Diese Fläche mit besonders hohem Naturschutzwert wurde von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) zum Verkauf an den Meistbietenden angeboten. Zur Sicherung dieses außergewöhnlichen Refugiums hat sich die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz bemüht, die Orchideenwiese als Teilfläche zu erwerben. Nachdem die BIMA das Gelände nur als Ganzes verkaufen wollte, hat die NVS-Stiftung angeboten, auch die Gesamtfläche mit Unterstützung des Landes für Naturschutzzwecke zu kaufen. Die BIMA zeigte sich nicht bereit, die Gesamtfläche an die Stiftung des Naturschutzverbandes zu verkaufen.

Um zu vermeiden, dass das Gelände im freien Verkauf in „falsche Hände“ gerät, stellte der NVS im März dieses Jahres bei der Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd (SGD) den Antrag auf Sicherstellung des Geländes als Naturschutzgebiet. Diesem Antrag wurde im Mai für zwei Jahre zugestimmt. Die Rechtsverordnung kann um weitere zwei Jahre verlängert werden. Die SGD beabsichtigt in diesem Zeitraum das reguläre Ausweisungsverfahren durchzuführen. Eine toller Erfolg für die Initiative des NVS.

Biologe Matthias Kitt, Mitglied im Vorstand der NVS-Stiftung, hat für die Antragsverfahren ein naturschutzfachlich ausgerichtetes Nutzungskonzept für die Konversionsfläche erstellt. Aus den Zielen der Natura2000-Gebiete und den Naturgegebenheiten könne der Kalkmagerrasen und die Waldwiese erhalten und weiterentwickelt werden sowie das Hirtenbachtal offen gehalten und der Talkessel im „Oberrot“ geöffnet werden – möglicherweise durch extensive Beweidung. Der zentrale, teils alte Mischwald, solle sich zu Naturwald entwickeln. Ein rund 20 Hektar von Kiefern, und in Teilen von Kastanien, Fichten und Tannen geprägter Waldbereich eigne sich für mehrere großflächige Lichtungen, um Brutfläche für Ziegenmelker und Heidelerche zu schaffen; darüber hinaus wären Waldschneisen vorgesehen, die die Lichtungen mit Nahrungsräumen der beiden Vogelarten verbinden.

Text: Stiftung

05.09.2016 | Spenden und Zustiftungen Willkommen
Artikel Pfalz-Echo v. C. Schön
Vorstandsmitglieder von links nach rechts : Georg Herion, Dieter Zeiß und Ralf Horder

Stiftungsvermögen für das Naturerbe der Südpfalz soll wachsen

Den regionalen Naturschutz zu befördern, ist der Zweck der Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz, die 2014 vom Naturschutzverband Südpfalz e. V. (NV-S) und seinen elf Ortsgruppen gegründet worden ist. „Ziel ist es, ökologisch wertvolle Flächen in der Region zu erwerben, um sie nachhaltig für den Naturschutz zu sichern“, erklärt Dieter Zeiß, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. 725 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von über 130 Hektar waren bei der Gründung ins Stiftungsvermögen überschrieben worden. „Seitdem sind 25 neue Grundstücke hinzugewonnen worden, wie zum Beispiel eine aufgelassene Kiesgrube bei Schweighofen“, berichtet Zeiß. Dabei würden die Grundstücke ganz unterschiedlich genutzt. Teils erforderten sie intensive Pflege, wie das Anlegen und Instandhalten von Biotopen, einige seien an Landwirte verpachtet, die die Flächen nach ökologischen Gesichtspunkten bewirtschaften, teils würden sie auch sich selbst überlassen. Daneben veranstaltet der Naturschutzverband Südpfalz naturkundliche Führungen, Exkursionen und Vorträge, setzt sich ein bei der Amphibienwanderung und der Obsternte.

1.800 Mitglieder zählt der seit über 50 Jahren bestehende Verein und lebt ausschließlich von ehrenamtlichem Engagement. Mit Spenden können Bürger die Projekte des Naturschutzes unterstützen und wer sein Vermögen im Sinne des Naturschutzes für die Zukunft sichern möchte, kann es durch Zustiftung in das unantastbare Stiftungsvermögen übergehen lassen. Da die Stiftung gemeinnützige Ziele verfolgt, können Spenden und Zustiftungen beim Finanzamt geltend gemacht werden. (csch)

Quelle: Pfalz-Echo
Text und Bild: Christine Schön

06.06.2016 | Die Pflege von Ackerrändern und Säumen – wann ist der richtige Pflegezeitpunkt?
blühender Ackerrand
Wo gestern noch Wildblumen am Wegesrand standen, …

gemäht
… ist heute eine kurze Stoppelwiese.
Wertvolle Deckung für Jungtiere sowie Futterpflanzen wurde ohne Nowendigkeit in Kürze zerstört.

Die Pflege von Ackerrändern und Säumen – wann ist der richtige Pflegezeitpunkt?

„Im Sinne des Naturschutzes so spät wie möglich“, so die Antwort von Kurt Garrecht, Vorsitzender des Naturschutzverbandes Südpfalz e.V. (NVS). „Denn Ackerränder und Säume sind mithin die letzten Refugien für Wildpflanzen und Tiere in unserer sonst so intensiv genutzten Kulturlandschaft.“ Um deren Erhalt zu sichern, sei ein späterer Pflegezeitpunkt wichtig. Wildkräuter müssten Zeit haben auszusamen. Insbesondere spätblühende Arten wie Dost, Knautien, Steinklee und etliche Doldenblütler, die bei einem zu frühen Pflegezeitpunkt noch nicht einmal blühen würden, deren Nektar und Pollen für Insekten und deren Samen als Nahrungsquelle für Vögel allerdings unverzichtbar sind, so Garrecht.

Von April bis Juni sind Ackerstreifen und Säume auch als Brutbiotop für Bodenbrüter, die in dieser Zeit ihren Nachwuchs groß ziehen, unverzichtbar. Weiterhin benötigen die Raupen zahlreicher Schmetterlingsarten die Große Brennessel als Futterpflanze. Umsichtige Pflege sei heute daher wichtiger denn je. Selbstverständlich müsse bei der Planung der Pflegemaßnahmen dem Aspekt der Verkehrssicherheit an Straßen und Wegen ausreichend Rechnung getragen werden.

Die beste Pflegemaßnahme wäre die Mahd, bei der im Gegensatz zum Mulchen das Mähgut von den Flächen entfernt wird. „Wir im Naturschutzverband Südpfalz und in der Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz sind dialogbereit. Gemeinsam mit Landwirten und kommunalen Gremien können im Sinne des Naturschutzes nachhaltige und pragmatische Lösungen gefunden werden“, so der Appell von Garrecht, der auf eine Vielzahl von Ansprechpartnern aus dem Naturschutz in den einzelnen Gemeinden verweist.

Text: Stiftung

25.04.2016 | Tag des Baumes
Baumpflanzaktion
Kommune und Naturschützer pflanzen Winterlinde am „Tag des Baumes“: Landrätin Theresia Riedmaier (rechts) hält den Baum, während Dietmar Pfister (Ortsbürgermeister Billigheim-Ingenheim), Esther Bangert (Weingut Bangerth-Rinck), Dieter Zeiß (Vorsitzender der Siftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz), Kurt Garrecht (Vorsitzender des Naturschutzverbandes Südpfalz) und Thorsten Blank (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landau-Land) das Pflanzloch mit Erde füllen.

Kreis Südliche Weinstraße und NVS-Naturschutzstiftung pflanzen Winterlinde

Gemeinsam haben die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz und der Landkreis Südliche Weinstraße am Tag des Baumes eine Winterlinde in der Gemarkung Billigheim gepflanzt. Bereits zum vierzehnten Mal führte der Landkreis diese symbolische Aktion mit einer Einrichtung im Landkreis durch, berichtete die Landrätin Theresia Riedmaier. „Wir möchten darauf aufmerksam machen, wie wichtig Bäume für unsere Landschaft und unseren Lebensraum sind.“ Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Landau-Land Thorsten Blank freute sich, dass der Baum in diesem Jahr in seiner Verbandsgemeinde gepflanzt wurde und lobte den Naturschutzverband Südpfalz, aus dem die Stiftung hervorging, für seine hervorragende Umweltarbeit. Blank betonte, dass gerade in Billigheim eine sehr engagierte Gruppe seit vielen Jahrzehnten wertvolle Umweltarbeit leiste. Ortsbürgermeister Dietmar Pfister sieht den erhöhten Standort des neu gepflanzten Baumes nördlich von Billigheim in der Gewanne Brückenfeld als perfekten Standort: „Dieser Fleck mit seiner schönen Aussicht wird in allen Jahreszeiten gerne besucht“. Für den Vorsitzenden der Stiftung, Dieter Zeiß, heißt Patenschaft Verantwortung zu übernehmen. „Das tuen wir gerne und auch darüber hinaus“, so Zeiß, und berichtete, dass mittlerweile über 700 Grundstücke der Ortsgruppen des Naturschutzverbandes Südpfalz in das Vermögen der Stiftung übertragen wurden und so nachhaltig für den Naturschutz gesichert werden. Zeiß signalisierte, dass die Stiftung für Zustiftungen jederzeit offen sei und die anvertrauten Werte einzig für den Erhalt oder auch die Schaffung von naturnahen Landschaftselementen in unserer Kulturlandschaft einsetze.

Text: Stiftung

01.12.2015 | Umweltstiftung Rheinland-Pfalz bewilligt rund 7.000 Euro
für den Kauf von schutzwürdigen Flächen in der Südpfalz
Wiesen im Blankenbruch, Gemarkung Billigheim
Diese ökologisch wertvolle Wiese im Blankenbruch in der Gemarkung Billigheim konnte die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz durch die finanzielle Unterstützung der Umweltstiftung Rheinland-Pfalz erwerben, um sie für den Naturschutz und die Landschaftspflege nutzbar zu machen.

Umweltstiftung Rheinland-Pfalz bewilligt rund 7.000 Euro für den Kauf von schutzwürdigen Flächen in der Südpfalz

Die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz unterstützt die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz, die 2014 von den Ortsgruppen des Naturschutzverbandes Südpfalz gegründet wurde, beim Kauf von schutzwürdigen Flächen mit 6.860 Euro. 7.177 Quadratmeter der neu erworbenen Grundstücke liegen in der Gemarkung Billigheim, davon der größte Teil in der Gewanne Blankenbruch. Auch in den Gemarkungen Mörzheim (1.074 Quadratmeter) und Steinweiler (1.430 Quadratmeter) konnten Gebiete für den Naturschutz gesichert werden.

Die Wiesen in Billigheim und Steinweiler werden kontrolliert gemäht, um Vögeln, wie der Feldlerche, dem Wiesenpieper, dem Weißstorch, dem Rotrückenwürger, dem Pirol, um nur einige zu nennen, eine Brutfläche und ein angemessenes Nahrungsangebot zu bieten. Diese Wiesenlandschaft schafft auch für die Ringelnatter, die Zauneidechse, den Grasfrosch oder die Erdkröte den notwendigen Lebensraum.

Das Grundstück in Mörzheim befindet sich im Tal des Brühl- und Schleidgrabens. Dort brüteten vor Jahren noch Kiebitze. Sicherlich ein Ziel der Naturschützer, die Fläche dahin gehend zu pflegen, dass der Kiebitz wieder ansässig wird. Auch in dieser Gemarkung sind zahlreiche Feld- und Wiesenvögel, wie der Rotrückenwürger, die Wacholderdrossel oder die Goldammer, zu beobachten, ebenso Wasserfrosch und Zauneidechse, deren Lebensraum erhalten werden soll.

Auf dem in Billigheim erworbenen Acker wurde eine Spalierobstanlage entfernt und Platz geschaffen für hochstämmige Obstbäume, die im Frühjahr 2016 gepflanzt werden. Die entstehende Streuobstwiese schließt an zwei weitere Grundstücke der Stiftung an und bildet mit den angrenzenden Böschungen und einem großen Hohlweg eine „Oase“ in der sterilen Agrarlandschaft.

Die südpfälzische Stiftung ist im Besitz von rund 740 Grundstücken mit einer Gesamtfläche von fast 180 Hektar. Diese sollen nachhaltig für den Naturschutz sicher gestellt werden und als Trittsteine für Tiere und Pflanzen zwischen den intensiv genutzten Flächen für Landwirtschaft, Siedlungs- und Straßenbau dienen. Verkaufsbereite Eigentümer von Grundstücken, die für die Bewirtschaftung durch landwirtschaftliche Betriebe von geringem Interesse sind, können sich gerne mit der NVS-Stiftung unter 06349 8644 in Verbindung setzen. Mehr über die regionale Stiftungsarbeit unter www.nvs-natur-stiftung.de.

Die Bewilligung von finanziellen Mitteln durch die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz wird erst durch die Unterstützung der Lotterie GlücksSpirale möglich.

Text: Stiftung

15.08.2015 | Schutz für alle Zeiten
Karte mit rot eingezeichneten NVS-Gebieten
Karte mit rot eingezeichneten NVS-Gebieten (Ausschnitt der Gesamtkarte)

Schutz für alle Zeiten

Südpfalz: 740 Grundstücke. 180 Hektar. Der Naturschutzverband Südpfalz hat seine Grundstücke an eine neu gegründete Stiftung übertragen. Um sie für die Zukunft zu sichern. Nun werden diese in eine Datenbank eingepflegt. Eine Mammutaufgabe.

Die Südpfalz ist Lebensraum von vielen Tieren und Pflanzen. Doch dieser Lebensraum ist bedroht. Der Mensch verleibt sich immer mehr Naturflächen ein. Dagegen steuert der Naturschutzverband Südpfalz (NVS), dessen Ortsgruppen in den vergangenen rund 50 Jahren Hunderte Grundstücke vom Rhein bis zum Pfälzerwald durch Kauf oder Schenkung angesammelt haben, um sie für eine naturschützende Nutzung zu sichern.

„Trittsteine für Tiere und Pflanzen zwischen den intensiv genutzten Flächen für Landwirtschaft, Siedlungs- und Straßenbau“ seien diese, so Matthias Kitt, Biologe und Vorstandsmitglied der im September 2014 gegründeten Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz (wir berichteten). Über diese Stiftung will der NVS sicherstellen, dass seine ökologisch wertvollen Flächen dauerhaft erhalten bleiben. Deshalb wurden diese nun vom NVS an die Stiftung übertragen.

Die Stiftung bringe mehr Sicherheit, da der Stiftungszweck niemals verändert werden dürfe, erklärt Dieter Zeiß, Vorsitzender des Stiftungsvorstands. Das ehemalige Vorstandsmitglied der VR-Bank Südpfalz ist seit 40 Jahren Mitglied im NVS. Der Verein habe Nachwuchsprobleme, wie es mit ihm weitergehen werde, sei noch nicht gewiss, macht Kitt deutlich. Daher habe man die Grundstücke in die Stiftung überführt, um sie nachhaltig für den Naturschutz zu sichern.

Rund 70 Prozent entfielen auf Grünland, so der Minfelder. Rund 15 Hektar Streuobstwiesen gehörten dazu. Große Flächen gebe es beispielsweise in Billigheim-Ingenheim. Diese seien sehr pflegeintensiv, böten aber auch vielen Vogel- und Insektenarten einen Lebensraum. 20 Prozent der Fläche seien Feuchtbiotope. Bei Minfeld habe der NVS große Biotopkomplexe angelegt. Hier habe sich auch der in den 1980er-Jahren fast ausgestorbene Laubfrosch – „ein Flaggschiff für seltene Arten“ – wieder sehr gut angesiedelt, berichtet Kitt. Gehölz-, Gebüsch- und Waldflächen machten etwa zehn Prozent aus.

Aber was passiert nun mit den ganzen zwischen 300 Quadratmetern und vier Hektar großen Arealen, die der NVS erworben und renaturiert hat? Denn einfach vor sich hinvegetieren lassen kann man diese schließlich nicht. Pflege muss schon sein, sonst ist das gerade angelegte Feuchtbiotop nach ein paar Jahren wieder verbuschte Wiesenlandschaft. Rund 70 Prozent der Flächen seien an Landwirte verpachtet, die diese im Sinne des NVS bewirtschafteten, sprich beispielsweise keinen Stickstoffdünger aufbringen oder erst später mähen, erklärt Kitt. Etwa zehn bis 15 Prozent der Fläche sei so gut wie nicht pflegebedürftig. Wald werde beispielsweise sich selbst überlassen. Da wolle der NVS nur im Sinne seiner Verkehrssicherungspflicht eingreifen. Aber der Rest: „Hier werden wir die Bewirtschaftung organisieren müssen“, ist Vorstandsmitglied Georg Herion klar. Früher habe es oft Arbeitseinsätze des NVS gegeben, doch der Nachwuchs fehle und die Älteren könnten nicht mehr so wie damals, macht Kitt das Dilemma deutlich. Deswegen werde man nicht umhin kommen, Landwirte oder Firmen damit zu beauftragen. Jährliches Kostenvolumen: 40.000 bis 50.000 Euro, überschlägt Kitt.

Dafür ist die Stiftung auf Suche nach Einnahmequellen. Privatpersonen könnten der Stiftung Spenden, Zustiftungen oder Kapital durch ein Testament zukommen lassen, erklärt Zeiß. Kapital könne aber auch im Tausch gegen Ökokonto-Punkte erlangt werden. So stellt die Stiftung Kommunen oder Privatpersonen ökologisch gepflegte Areale als Ausgleichsflächen für verbaute Naturbereiche zur Verfügung und erhält dafür Geld, das sie in die Pflege ihrer Grundstücke und eventuell auch in den Erwerb neuer stecken kann. Aber erst einmal liege der Fokus auf dem Erhalt und der Arrondierung. Wenn der Stiftung natürlich ein ökologisch interessantes Grundstück angeboten werde, werde man sicherlich nicht Nein sagen, so Herion.

Eine Mammutaufgabe ist es, diese über 700 Grundstücke in eine Datenbank einzupflegen. Dafür werden sie mit einer geografischen Karte verknüpft und Zusatzinfos wie Pflegeziele, Förderarten, Herkunft und Unterstützer hinterlegt. Die Nabu-Stiftung stelle dafür mit Bundesmitteln die Datenbank zur Verfügung. Zudem werde der Vorstand von einem externen Experten des Kandeler Instituts für Umweltwissenschaften unterstützt. Trotzdem werde es wohl noch zwei bis drei Jahre dauern, die Datenbank zu vervollständigen, schätzt Kitt. (höj)
Quelle: Die Rheinpfalz – Pfälzer Tageblatt vom 15.8.2015

01.07.2015 | Die Schönheit der Südpfalz schützen –
Stiftung setzt sich für Naturschutz und Artenerhalt ein
Vorstandsmitglieder im Gespräch mit Sebastian Hör
Die Vorstandmitglieder Ralf Horder, Matthias Kitt (von li. nach re.) und Dieter Zeiß (ganz re.) im Gespräch mit Sebastian Hör (2. von rechts).

Die Schönheit der Südpfalz schützen

Stiftung setzt sich für Naturschutz und Artenerhalt ein

Die Südpfalz ist ein sehr schöner, wenn auch sehr kleiner Teil der großen Welt. Die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt trägt viel zur Lebensqualität in unserer Heimat bei. Doch diese Lebensqualität ist bedroht: Jahr für Jahr steigt der Verbrauch von Naturfläche erheblich an. Jahr für Jahr schrumpft der ökologisch wertvolle Raum. Die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz hat es sich zum Ziel gesetzt, die Ortsgruppen des Naturschutzverbandes Südpfalz beim Erhalt der Ökologie zu unterstützen. Sebastian Hör sprach mit den Vorstandsmitgliedern Matthias Kitt und Dieter Zeiß über die Arbeit der Stiftung.

Die Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz wurde im April 2014 gegründet. Sie verwaltet fast 800 Grundstücke mit rund 170 Hektar, die die Ortsgruppen des Naturschutzverbandes Südpfalz über viele Jahre erworben haben, und unterstützt die Ortsverbände beim Ankauf neuer Grundstücke und der Umgestaltung erworbener Gebiete.

Was ist die Aufgabe der Stiftung?
Dieter Zeiß: Der Naturschutzverband hat im Laufe seines 50-jährigen Bestehens viele Grundstücke erworben oder geschenkt bekommen, mittlerweile sind es fast 800. Diese sollen langfristig für den Naturschutz sichergestellt sein. Dafür gibt es nichts Sichereres als eine Stiftung, da der Stiftungszweck nicht verändert werden darf. Außerdem wollen wir uns damit für Zustiftungen attraktiver machen. Drittens erlaubt uns die Stiftung, ein Ökokonto zu führen.

Was ist das?
Matthias Kitt: Ein Beispiel: Wenn jemand in der Südpfalz einen Baumarkt baut und dafür ein Biotop weichen muss, muss er dafür einen Ausgleich leisten. Früher war es so, dass derjenige sich selbst um diesen Ausgleich kümmern musste. Er musste also Flächen kaufen und aufwerten, indem er beispielsweise einen Acker gekauft und in eine Streuobstwiese umwandelt hat. Durch das Ökokonto können auch Vereine oder Kommunen solche Flächen anbieten. Der Bauherr kann also auf Flächen zurückgreifen, die schon aufgewertet wurden und muss den Ausgleich nur noch bezahlen.

Wo engagiert sich die Stiftung verstärkt?
Kitt: Unsere Ortsverbände engagieren sich – neben vielen anderen Aktivitäten – stark für das Naturschutzgroßprojekt Bienwald. Derzeit laufen Flurbereinigungsverfahren im Bereich Kandel, Minfeld und Freckenfeld. Im Bereich Minfeld und Freckenfeld verfügen wir über 30 Hektar, die beim Ankauf bereits Gründland waren. Außerdem haben wir viele Äcker in Grünland umgewandelt, das jetzt von einem Bewirtschafter bearbeitet wird. Wir wollen, dass unsere Flächen so umgelegt werden, dass es naturschutzfachlich in unserem Sinne ist. Manche Flächen bleiben Brachen, zum Beispiel für den Kiebitzschutz: Der Kiebitz brütet auf nassen Äckern. Dort legt er Bodennester an. Wird der Acker Anfang Mai mit Mais eingesät, werden die Nester zerstört und die Brut kommt nicht durch. An bestimmten Stellen wollen wir ermöglichen, dass die Kiebitze brüten können. Im Bereich Minfeld haben wir das Ziel – gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit einem örtlichen Landwirt – eine Schweinebeweidung zu ermöglichen. Die Schweine wühlen das nasse Land um und danach kann der Kiebitz darauf brüten. Danach können wieder Schweine drauf.
Zeiß: Wichtig zu wissen ist, dass das, was die Stiftung tut, zusätzlicher Naturschutz ist. Die Ausgleichsregelung bei Flurbereinigungen ist das, was der Gesetzgeber vorgibt. Unsere Arbeit geht darüber hinaus.

Wo sehen Sie noch Verbesserungspotential für die Stiftung?
Kitt: Der Zulauf junger Menschen im Naturschutz ist in den letzten 20 Jahren sehr stark zurückgegangen. Das war vor 30 bis 40 Jahren noch anders, inzwischen ist davon nicht mehr viel übrig, obwohl das ökologische Bewusstsein steigt. Wir überlegen uns Wege, wie wir junge Menschen, unter anderem über die digitalen Medien, für die Mitarbeit in den Naturschutzverbänden oder der Stiftung begeistern können. Wir sind für jedes Engagement dankbar.

Wie kann man die Stiftung unterstützen?
Zeiß: Man kann sich durch Spenden oder durch Zustiftungen einbringen. Die Zustifter waren bisher die Ortsgruppen. Das kann aber grundsätzlich jeder werden, indem er Vermögen oder Grundstücke einbringt. Wenn jemand beispielsweise einen Acker hat, von dem er möchte, dass er für den Naturschutz eingesetzt wird, kann er ihn an die Stiftung übertragen. Auf Wunsch auch als Unterstiftung unserer Stiftung. Die Satzung sieht außerdem vor, dass man uns auch Vermögenswerte vererben kann.

Wie trägt die Stiftung zur Nachhaltigkeit bei?
Zeiß: Für uns ist Nachhaltigkeit, etwas für die Zukunft zu sichern. Der nachhaltige Naturschutz war der Hauptgrund für die Gründung der Stiftung. Wir wollen etwas schaffen, was nachfolgende Generationen erhalten und auch genießen können.

Quelle: Magazin „dahäm“ – Ausgabe Juli 2015

06.09.2014 | Für Ewigkeit planen
Südpfalz: Stiftung zum Schutz der Natur und Landschaft gegründet
Kiesgrube Schweighofen
Ökologisch wertvoll: die Kiesgrube bei Schweighofen

Für Ewigkeit planen

Südpfalz: Stiftung zum Schutz der Natur und Landschaft gegründet

In Rheinland-Pfalz zählt die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier seit Mittwoch 1041 Stiftungen. Dies sagte Regierungsdirektorin Claudia Biese, als sie Gerd Kümmel, dem Vorsitzenden des Naturschutzverbandes Südpfalz (NVS), die Urkunde für die im Frühjahr gegründete Stiftung „Zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz“ überreichte – der 1041. im Land (wir berichteten).

Politiker sowie Vertreter von elf Ortsgruppen des NVS waren zur feierlichen Übergabe ins Stiftsgut Keysermühle in Klingenmünster gekommen, um den „mutigen und zukunftsweisenden Schritt“ des Verbandes zu feiern. Denn „stiften heißt für die Ewigkeit planen“, wie Dieter Zeiß, der Vorsitzende der neuen Stiftung, betonte. Das ehemalige Vorstandsmitglied der VR Bank Südpfalz pflegt gute Kontakte zu potenziellen Stiftern.

Wer hier stiftet, legt fest, dass sein Eigentum auch weit über sein eigenes Leben hinaus „den Reichtum der Natur mehrt“, so der Apotheker und stellvertretende Vorsitzende des Stiftungsrates, Kurt von Nida, bei seinem Festbeitrag. Denn die Stiftungsziele dienten ganz dem „Schutz einer grandiosen, zerbrechlichen Natur“ und damit auch „den Menschen unserer Region“. Die Stifter können zu Handelnden werden und helfen, dem Jahr für Jahr auch in der Südpfalz steigenden Verbrauch von Naturflächen Riegel vorzuschieben. „Besitz ist ganz entscheidend im Naturschutz“, sagte Kurt von Nida mit dem Hinweis auf eine „Flächensicherung“ in Kleinfischlingen.

Seit mehr als 50 Jahren setzt sich der NVS für eine Rückgewinnung und den Erhalt der natürlichen Vielfalt in der Region ein. Jetzt hat der Naturschutzverband seine bislang erworbenen 725 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von über 130 Hektar ins Stiftungsvermögen überschrieben und wurde damit zu seinem eigenen größten Stifter.

Zum neuen Stiftungsvermögen zählen ökologisch wertvolle Flächen, wie eine Kiesgrube bei Schweighofen, eine ehemalige Eisenerzgrube und zahlreiche Grundstücke zwischen Rhein und Pfälzer Wald, darunter eine Wiese mit acht seltenen und geschützten Orchideenarten bei Pleisweiler-Oberhofen. Einige der gekauften Flächen werden an Landwirte zur Pflege verpachtet. Unterstützung beim Landerwerb gab es bisher von der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz.

Als nächste Schritte im neuen Stiftungsleben sollen die Fertigstellung einer Datenbank mit sämtlichen Stiftungsgrundstücken sowie ein Internetauftritt folgen, informierte der Naturschutzverband. (ika)

Quelle: Die Rheinpfalz – Pfälzer Tageblatt vom 06.09.2015

03.09.2014 | Ortsgruppen des Naturschutzverbandes Südpfalz gründen Stiftung –
Packende Worte bei der offiziellen Überreichung der Stiftungsurkunde
Übergabe der Stiftungsurkunde
Übergabe der Stiftungsurkunde an Gerd Kümmel

Ortsgruppen des Naturschutzverbandes Südpfalz gründen Stiftung – Packende Worte bei der offiziellen Überreichung der Stiftungsurkunde

Über 100 Gäste aus Politik und Naturschutz begrüßte Dr. Rainer Tempel, Vorsitzender des Stiftungsrates der Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz, zur offiziellen Übergabe der Stiftungsurkunde in der Keysermühle in Klingenmünster. Mit einem Festakt präsentierte sich die im Frühjahr gegründete Stiftung der Öffentlichkeit. Politische Repräsentanten aus dem Bundestag und dem rheinland-pfälzischen Landtag, der Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße sowie den Gemeinden waren gekommen. Landrätin Theresia Riedmaier brachte es in ihrem Grußwort auf den Punkt: „Jahrtausende lang brauchte die Natur nicht den Menschen, der Mensch aber die Natur. Heute braucht die Natur den Menschen.“ Der Landrat des Kreises Germersheim, Dr. Fritz Brechtel, lobte die herausragende Verantwortung, die die Stiftung für das Naturerbe der Südpfalz übernimmt. Brechtel, der den Werdegang des südpfälzischen Naturschutzverbandes kennt, nannte die Stiftungsgründung eine maßgebliche Weiterentwicklung seiner besonderen Arbeit der letzten Jahrzehnte. Dankende Worte sprachen die Landtagsabgeordneten Barbara Schleicher-Rothmund und Christine Schneider. Das Mitglied des Bundestages Dr. Thomas Gebhart, selbst seit einigen Jahren im NVS, ist überzeugt, dass über die Stiftung neue Möglichkeiten entstehen „unsere Natur- und Kulturlandschaft fortzuentwickeln.“

Die Stiftung hat insbesondere die Ziele, ökologisch wertvolle Flächen zu erwerben, um sie für den Naturschutz oder die Landschaftspflege nutzbar zu machen. Sie will stiftungseigene Grundstücke renaturieren und naturnahe Landschaftselemente in der Kulturlandschaft schaffen. Und nicht zuletzt bietet sie Kommunen und Privatleuten die Möglichkeit, ihr Ökokonto auszugleichen. So gibt sie gegen Geld gepflegte Flächen zum Ausgleich für von Menschen entwertete Naturflächen. „Diesen Zielen ist die Stiftung auf ewig verpflichtet und bietet so auch Zustiftern die Sicherheit, dass ihr Vermögen einzig und allein dem regionalen Naturschutz zu Gute kommt“, unterstrich der Stiftungsvorsitzende Dieter Zeiß die klare Ausrichtung der Stiftung.

Besitz ist ganz entscheidend im Natur- und Landschaftsschutz, waren sich die beiden Festredner Kurt von Nida, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates, und Professor Dr. Emil Dister, Leiter des Rastattter Aueninstituts, einig. Lyrisch stellte von Nida den gefesselten Zuhörern die Schönheit der Natur dem profitorientierten Anbau in Monokulturen gegenüber. Er stellte die Bedeutung von Grunderwerb für den Naturschutz heraus und, dass gerade über die Stiftung jeder einen Beitrag dazu leisten könne: „Und plötzlich sind wir alle potentielle Landbesitzer, nämlich als Besitzer von Mitteln, mit denen wir Grundstückserwerb zu Gunsten der Natur ermöglichen können. Jetzt ist jedem ganz einfach ein Beitrag zur Bereicherung unserer natürlichen Umwelt möglich.“

Ein weiteres Plädoyer für den Naturschutz hielt Professor Dister. Dokumentiert mit Luftaufnahmen zeigte er Auenschutz in Deutschland, Frankreich und Kolumbien. Besonders stolz war er auf eine Fläche im kolumbianischen Tropenwald, die 1982 nach schweren Eingriffen angekauft und gepflegt wurde und heute wieder zahlreiche damals fast ausgestorbene Tier- und Pflanzenarten enthält. Abgetrennt durch einen Zaun schockierte unmittelbar daneben brandgerodetes Weideland. „Alles das geht nur, wenn Sie Gelände in Eigentum haben. Deshalb gehen Sie diesen Weg weiter. Er ist zwingend notwendig“, stärkte er die junge Stiftung in ihrem Handeln.

725 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von über 130 Hektar hat der Naturschutzverband Südpfalz (NVS) in das Stiftungsvermögen überschrieben und ist damit der größte Stifter, berichtete der erste Vorsitzende des Verbandes Gerd Kümmel. Zum neuen Stiftungsvermögen zählen ökologisch wertvolle Flächen, wie eine aufgelassene Kiesgrube bei Schweighofen, zahlreiche Grünflächen und Streuobstwiesen, oder auch Wasserflächen, die zahlreichen in ihrer Existenz gefährdeten Arten bei ihrer Ausbreitung als Trittsteine dienen oder künstliche Brutinseln für Flussseeschwalben zulassen. Einige der gekauften Flächen werden an Landwirte zur Pflege verpachtet.

Für die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Rheinland-Pfalz überreichte Regierungsdirektorin Claudia Bies die Anerkennungsurkunde an den Vorstand der Stiftung sowie die Vorsitzenden der NVS-Ortsgruppen. Bies berichtete, dass es jetzt mit der Stiftung zum Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz 1.041 Stiftungen in Rheinpfalz gibt, die sich in den Dienst einer guten Sache stellen.

„Wir haben etwas zu verlieren. Wir wollen unseren eingeschlagenen Weg weiter gehen. Schutz von Landschaft und Natur in der Südpfalz, begleitet von einer Stiftung, die sich dem Naturschutz vor der Haustür verschrieben hat“, gab Stiftungsvorstand Zeiß zum Ende der Veranstaltung die Richtung vor. Er dankte allen Beteiligten sowie Professor Ha-Jo Sommer, der die Stiftungsbroschüre „Unser Erbe“ erstellte, und Heidi Weibel, die eine Internetseite für die Stiftung gestaltete, die in Kürze online gehen wird (www.nvs-natur-stiftung.de).

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde von der Sängerin Kirstin Seutter begleitet von Benno Burkhart auf der Gitarre.

Text: Stiftung

03.09.2014 | Eine Art Generationenvertrag

Weißstorch, Bläuling

Mit der Gründung einer Stiftung will der Naturschutzverband Südpfalz ihm übertragene Flächen sichern

„Unser Erbe“, so der Titel einer Broschüre des Naturschutzverbandes Südpfalz (NVS), die über die Gründung einer Stiftung informiert. Ihr Ziel: Landschaft und Natur in der Südpfalz schützen. Morgen wird um 16 Uhr in der Keysermühle in Klingenmünster die Stiftungsurkunde übergeben.

Auslöser für die Gründung der Stiftung war, dass die NVS-Ortsverbände das umfangreiche Immobilienvermögen, das sich seit der Gründung 1961 angesammelt hat, langfristig sichern wollten. Es handelt sich um rund 100 Hektar, zum Teil ökologisch sehr wertvoll wie Schilfgebiete, Hecken und Wiesen, zum Teil werden die Flächen aber auch noch als Acker bestellt“, so Dieter Zeiß.

Das ehemalige Vorstandsmitglied der VR Bank Südpfalz ist seit 40 Jahren Mitglied im NVS und kümmert sich im Ruhestand noch intensiver um die Belange des Naturschutzes. Für ihn liegen die Vorteile einer Stiftung auf der Hand. „Bei einem Verein kann sich die Politik mit dem Wechsel von Vorständen ändern. Eine Stiftung ist den in der Satzung vereinbarten Zielen auf ewig verpflichtet.“ Dass dies auch geschieht, wird staatlich beaufsichtigt von der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier. Nur, wenn die Ziele als unterstützenswert anerkannt sind, vergibt die ADD die Stiftungsurkunde.

Die Sicherheit sei ein Beweggrund gewesen. Man habe aber auch attraktiver für Zustiftungswillige werden wollen, sagt Zeiß. Und nicht zuletzt biete eine Stiftung Kommunen und Privaten die Möglichkeit, ihr Ökokonto auszugleichen. So gibt es gegen Geld im Sinne des Naturschutzes gepflegte Flächen zum Ausgleich für von Menschen entwertete Naturflächen.

Durch seinen Beruf sei er häufig mit der Frage konfrontiert worden, wie Vermögen nach dem Tod sinnvoll weiter gegeben werden kann, so Zeiß. „Die Stiftung gibt die Garantie, dass das Land oder das Haus über Generationen hinaus einem guten und wichtigen Zweck dienen.“ Dabei müsse es gar nicht um große Summen gehen. „Auch kleinere Sach- oder Geldzuwendungen ermöglichen es uns, Naturschutzprojekte zu finanzieren.“

So erwirbt die Stiftung ökologisch wertvolle Flächen, renaturiert sie oder betreut naturnahe Landschaftsflächen, um „die Vielfalt, Eigenart und Schönheit von Natur und Landschaft in der Südpfalz als menschliche Lebensgrundlage zu erhalten“. Bereits angelegt wurden Streuobstwiesen und Wanderwege, es wurden Bedinungen geschaffen, damit Laubfrosch, Wildbiene, Steinkauz, Fledermaus oder Flussseeschwalbe sich in der Südpfalz wieder wohlfühlen und bedrohte Pflanzen eine Chance haben. (git)

Quelle: Die Rheinpfalz – Pfälzer Tageblatt vom 03.09.2015