Billigheimer Bruch – Ein NVS Prestige Projekt!

Beitragsserie über die Entstehung des Billigheimer Bruchs im Amtsblatt Landau-Land

Bisher ist das Vorwort Ortsbürgermeister Dietmar Pfister, Teil 1 und Teil 2 der Serie veröffentlicht. Zudem gibt es ein kurzes Video vom SWR Fernsehen im winterlichen Bruch (Stand 21.01.2021).
In den nächsten Wochen werden im Amtsblatt Landau-Land weitere Serienteile erscheinen und sind hier ebenfalls lesbar.
Teil 3 erscheint vorraussichtlich am 28.01.2021 im Amtsblatt Landau-Land KW4

Lage und Wasserinzugsgebiet Billigheimer Bruch
Kurzbeschreibung des Billigheimer Bruchs
Billigheimer Bruch Feuchtwiese

Ein tolles Projekt in der Südpfalz braucht auch Ihre Unterstützung
Ganz im Süden des Landkreises Südliche Weinstraße befindet sich das Billigheimer Bruch, das dank seiner Größe und seines Mosaiks verschiedenster Lebensräume seinesgleichen in dieser Region sucht. Die bislang vernachlässigte Ausschöpfung des ökologischen Potentials des 54 ha großen ehemaligen torfreichen Moorgebiets mit regionaler Bedeutung für den Artenschutz soll nun durch die Umsetzung eines Biotopmanagementkonzepts gelingen.

Was macht das Gebiet so einzigartig?
Ausgedehnte wechselfeuchte Wiesen- und Schilfflächen mit hohem Grundwasserstand, durchdrungen von Fließ- und Stillgewässern, kennzeichnen das Billigheimer Bruch. Bewirtschaftete Ackerflächen sowie verbuschte und bewaldete Teilflächen erweitern zusätzlich das Lebensraumangebot, wodurch das Bruch eine überregional bedeutende Vogeldiversität mit bisher knapp 90 beobachteten Vogelarten hervorbringt, unter anderem seltene Rote Liste Arten wie Bekassine, Kiebitz, Rohrweihe oder Wendehals.
Die gesamte Fläche ist im Besitz der Gemeinde Billigheim-Ingenheim. Das kostenintensive Biotopmanagement befindet sich fortan in alleiniger Hand der NVS NaturStiftung Südpfalz als Pächterin.

Maßnahmennotwendigkeit und -ziele
Nach den Entwässerungen der 1930er Jahre mindern nun noch Tendenzen zur Verbuschung sowie Übernutzung durch intensive Beweidung den ökologischen Wert als Lebensraum für gefährdete Offenland- und Feuchtgebietsarten.
Das Biotopmanagement in einer Hand garantiert den Wiederaufbau des alten Ökosystems mit seinem störungsanfälligen Beziehungsgeflecht. Der Charakter eines weiten, offenen Moorgebiets soll bewahrt und verstärkt werden, etwa durch Steuerung des Wasserhaushalts und der Sukzession.
Angestrebt wird ein günstiger Stand des oberflächennahen Grundwassers, der den Ansprüchen der Enten, Watvögel, Störche, Reiher, Rohrweihen, Rohrsängern und Rohrammern gerecht wird.
Nutzungsarten und Unterhaltung werden sich künftig den Ansprüchen der Wiesenvögel und der Amphibien anpassen. Wechselfeuchte Mähwiesen und beweidetes Grünland bilden mit artenreicher Flora die Grundlage des Insektenreichtums und damit des Nahrungsangebots. Ganzjährige Laichtümpel und temporäre Stillgewässer sollen das Angebot für Amphibien, Ringelnattern oder Libellen ergänzen. Die Ackerflächen sollen durch extensive Bewirtschaftung zum artenreichen Refugium für Arten der alten Kulturlandschaft wie Kiebitz, Rebhuhn und Feldlerche entwickelt werden. Ein gezieltes Besucherlenkungskonzept soll Spaziergänger auf den Wert des Gebiets aufmerksam machen, daneben aber auch ausreichend große Scheuchdistanzen garantieren.

Längst können in diesem ehemaligen Moor die Untersuchungen, Lebensraumplanungen, Maßnahmen und die ganzjährige Betreuung nicht mehr ehrenamtlich bewältigt werden. Nur durch Spenden kann dieses aufwändige Biotopmanagement ermöglicht werden.

Billigheimer Bruch junge Weihe abfliegend

Ein Spendenaufruf wurde im Amtsblatt Landau-Land Heft 45 (05.11.2020) auf Seite 34 veröffentlicht:

Hier klicken um das Amtsblatt Landau Landa Nr. 45 als PDF zu speichern!

Spendenkonten:
www.nvs-natur-stiftung.de
Verwendungszweck: Billigheimer Bruch
VR Bank Südpfalz IBAN: DE84 5486 2500 0002 7282 90
VR Bank SÜW-Wasgau IBAN: DE60 5489 1300 0062 1630 03
Sparkasse Germersheim-Kandel IBAN: DE41 5485 1440 1000 7917 47
Sparkasse SÜW IBAN: DE74 5485 0010 1700 2338 42

Falls Sie eine Spendenquittung möchten teilen Sie uns bitte Ihre Adresse mit.
Auf Wunsch stellen wir für Spenden ab 50 Euro eine Spendenquittung aus.
Spenden bis zu einer Höhe von 200 Euro können durch vereinfachtes Nachweisverfahren abgesetzt werden.
Hierfür ist der Nachweis durch Kontoauszug ausreichend.

Spenden an die NVS NaturStiftung Südpfalz sind nach § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 8 AO als gemeinnützige Spenden steuerlich abzugsfähig, gemäß Bescheid 24/652/50144 vom 12.06.2018.

Vorwort zum Naturschutzprojekt Billigheimer Bruch von Ortsbürgermeister Dietmar Pfister - Amtsblatt Landau-Land KW 1/2021

Liebe Mitbürger,

heute sollen Sie über ein Naturschutzprojekt der Gemeinde Billigheim-Ingenheim, das mir persönlich sehr am Herzen liegt, offiziell informiert werden.

Es handelt sich um die Aufwertung der großen Flächen südlich der Bahnlinie an den Gemarkungsgrenzen zu Winden und Hergersweiler. Die Gemeinde ist dort Eigentümerin eines Areals von 54 ha an Erlenbach und Flutgraben. Seit alters her heißt dieser Gemarkungsteil „Billigheimer Bruch“.

Derzeit sehen Sie dort neben zwei großen Ackerschlägen viel Grünland, Mähwiesen, eine Viehweide mit Teich,  Schilfflächen und ein Sumpfwäldchen, die vom Flutgraben begleitet werden. In dessen Wasser sind der Erlenbach, der Horbach und der Steinfelsbach zusammengefasst. Ein weiterer langer Graben entspringt in unserem Gebiet und zieht durch die am tiefsten liegenden Sumpfwiesen nach Osten.

Unsere hiesige Ortsgruppe des Naturschutzverbands Südpfalz hat den hohen Wert für den Naturhaushalt seit vielen Jahren erkannt. Ganz besonders für die Vogelwelt der Feuchtgebiete und des Offenlands hat unser Bruch nämlich eine große Bedeutung in der Südpfalz.

Nun hat die Gemeinde hier zum Wohl ihrer Bürger und der Zukunft ihrer Lebensqualität eine Kooperation mit der Stiftung des Naturschutzverbands, der NVS NaturStiftung Südpfalz beschlossen, deren Vorsitzender unser Mitbürger Dieter Zeiß ist. Im Vertrag heißt die Absicht: „….. den ökologischen Wert zu erhalten und zu steigern, der sich im Zustand und der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts und in den Leistungen für Klima, Wasserhaushalt und Umwelt abbildet.“

Deshalb wurde ein Pachtvertrag auf die Dauer von 30 Jahren abgeschlossen. In die Bewirtschaftung sind bäuerliche Betriebe integriert. Hier soll jetzt die Ökologie Vorrang haben, wozu die Betriebe entsprechende Agrarförderprogramme nutzen.

Das umfangreiche Biotopmanagement obliegt der Stiftung als Pächterin. Große Anstrengungen erfordern die Erhaltung des Offenlandcharakters, die Steigerung des Angebots an Blühflächen und artenreichen Grünlands und die Steuerung des Wasserhaushalts.

Als Vertreter der Gemeinde bin ich mit Freude und Rat und Tat an diesem gemeinsamen Projekt beteiligt. Ich bin mir sicher, dass auch Sie, liebe Mitbürger, diesem notwendigen Schritt in eine Zukunft, die den Wert des Naturhaushalts stärker berücksichtigt, nicht nur wohlwollend gegenüberstehen, sondern auch auf die störungsanfälligen Lebensgemeinschaften im Bruch Rücksicht nehmen und unsere Freunde vom NVS unterstützen. Diese werden uns auch immer wieder informative und erlebnisreiche Einblicke in die dortige Welt bedrohter Vogel- und Insektenarten geben.

Wie schließt doch die Präambel des Kooperationsvertrags: „ …….. dass sich Gemeinde und Stiftung bei der Verwirklichung ihrer Ziele gegenseitig mit Informationen und Schritten unterstützen, um ein Optimum für die Natur der heimischen Gemarkung und der Region zu erreichen und ein eindrucksvolles und nachahmenswertes Beispiel des kommunalen und ehrenamtlichen Engagements in der Südpfalz zu liefern.“

In den nächsten Ausgaben des Amtsblatts werden hier weitere Beiträge zur äußerst interessanten Geschichte und lokalen Bedeutung des ehemaligen Torfmoors, zur ökologischen Situation und Artenausstattung und zu den Plänen des Biotopmanagements folgen.

Hier klicken um den Artikel im Amtsblatt Landau Land KW 1 zu lesen!
Billigheimer Bruch Moor Wiese
Serie Teil 1: Das Moor - Amtsblatt Landau-Land KW 2/2021

Ein Moor in Billigheim?
Wo bitteschön soll sich in dieser Gemarkung ein solches Feuchtgebiet erstrecken? Wo man vielleicht nachts im Nebel bis zum Bauch einsinken kann?
Bilder schweben uns vor vom oberschwäbischen Federsee, vom Murnauer Moos oder von norddeutschen Moorlandschaften. Watvögel auf weiten Wiesenflächen rufen melodisch. Ketten von Enten kreisen über stehendem dunklen Wasser zwischen den Binsen.
In der kleinen Serie über das Billigheimer Feuchtgebiet, dem Gemeindeeigentum von 54 ha Größe, an der Grenze zu Winden und Hergersweiler, beginnen wir mit der Entstehung.
Heute stellt sich das Billigheimer Bruch als kultiviertes, landwirtschaftlich genutztes Areal dar. Wenn dort in der Bodenkarte von Rheinland-Pfalz aber noch Flächen mit Moorboden eingezeichnet sind, wenn bei der Untersuchung des Bodenprofils noch Torf im Bohrstock steckt, dann stellt man sich schon die Frage, ob hier eine spannende Entwicklungsgeschichte zurückverfolgt werden kann.
In den langen Jahrtausenden während und nach der letzten Eiszeit führten die Haardtrandbäche sehr viel Material von den Bergen herunter. Hier unten in der Vorhügelzone konnte sich eine Niederung mit einem Becken und schließlich mit einem See ausbilden. In weiteren Jahrtausenden der Warmzeit setzten Verlandungsprozesse ein mit der Bildung eines Niedermoors. Die Reste von Schilf und Riedgräsern wurden unter Wasser, also unter Sauerstoffabschluss, nicht zersetzt und festigten sich zu Torf, meterweise sogar, bis Menschen mit der Entwässerung begannen.
Die Überreste von Pfahlbauten und Steinwerkzeugen in den unteren Schichten belegen auch die Existenz der offenen Wasserflächen vor drei- bis sechstausend Jahren. Als Naturfreunde stellen wir uns spaßeshalber einmal vor, wie damals ein überquellendes Tierleben von Fischen und Fröschen, von Libellen, Reihern, Enten, Schnepfen die Wohnumgebung und das Jagdrevier der Siedler am See bereicherte.
Je weiter im Lauf der Zeit die Verlandung voranschritt, umso besser konnten spätere Siedler auch gerodete Randflächen für ihr Vieh nutzen. Gleichzeitig erschienen neue Pflanzenarten auf den Wiesen zusätzlich mit angepassten Schmetterlingen und Vögeln des entstandenen Offenlands.
Die Bäche, die in diese Niederung einmündeten, müssten die heute bekannten Gewässer Erlenbach, Horbach und Steinfelsbach gewesen sein. Ihr Lauf innerhalb des Beckens könnte sich immer wieder verlagert haben. Die seitlich ansteigenden Lössriedel mit ihrem Druckwasser sorgten außerdem für einen hohen Grundwasserstand und die Überflutung im Schilfwald der zentralen Senke.
Bei den heutigen Problemen mit dem klimaschädlichen Kohlendioxid muss erklärt werden, dass die vom Wasser bedeckten Pflanzenreste, das Torfmaterial, einen hohen Gehalt an Kohlenstoff hatten. Mit einer Entwässerung dringt aber aus der Luft Sauerstoff ein und oxidiert diesen gebundenen Kohlenstoff zu schädlichem „Klimagas“.
Wenn heute der Naturschutzverband Südpfalz und seine NVS Naturstiftung Südpfalz als Pächterin für die nächsten 30 Jahre die Verantwortung für das ökologische Potential dieses ehemaligen Moors übernehmen, dann soll für den gesamten Naturhaushalt und für die spezialisierte Tierwelt der Feuchtgebiete eine kleine Oase in den sehr nachteilig veränderten oder verschwundenen Lebensräumen ringsum erhalten und weiterentwickelt werden.

Hier klicken um den Artikel im Amtsblatt Landau Land KW 2 zu lesen!
Video: SWR Landesschau Rheinland-Pfalz.Der Billigheimer Bruch wird als wertvolles Biotop entwickelt

Das große Naturschutzprojekt “Billigheimer Bruch” in der Hand des NVS und seiner NaturStiftung Südpfalz in Kooperation mit der Gemeinde Billigheim-Ingenheim verlangt jetzt im Winter dringend nach Pflegearbeiten.
Hierbei wurde von der Landesschau Rheinland-Pfalz ein Besuch abgestattet.
Vielen Dank auch an die Helfer der Gemeinde.
In den nächsten Wochen muss für größere Entbuschungsarbeiten auch schweres Gerät anrücken.

Zum Video auf der Seite des SWR Fernsehens.

Serie Teil 2: Historische Torfgewinnung und Urbarmachung des Billigheimer Bruches - Amtsblatt Landau-Land KW 3/2021

Das Billigheimer Bruch Teil 2: Historische Torfgewinnung und Urbarmachung des Billigheimer Bruches ?
Die Billigheimer waren für ihre Torfstecherei im Billigheimer Bruch bekannt, weshalb man ihnen auch den wenig schmeichelhaften Spitznamen der „Torfhengste“ verlieh. Wie kam es hier zu dem großen Vorkommen von Torf, dessen verräterischer Geruch beim Verheizen in den Kleidern der Billigheimer stecken blieb? Das Bruch entstand aus einem nacheiszeitlichen See, der durch eiszeitliche Sand- und Kiesablagerungen der Bäche geformt wurde und sich durch Verlandung nach und nach in eine Jahrtausende alte Moorlandschaft verwandelte. So konnte sich eine mehrere Meter dicke Torfschicht auftürmen.
Im Jahr 1786 übertrug Karl Theodor, Kurfürst der Pfalz und Bayern, das 170 Hektar große Gelände der Torfbrüche (angesichts der heutigen Ausdehnung des Bruchs erscheint diese Zahl sehr groß) den Bürgern von Billigheim als Allmende, wie Eduard von Moor in seinem 1867 erschienenen „Beitrag zur Geschichte der Pfalz“ zu berichten weiß. Mit durchgeweichten Schuhen und nassen Füßen widmeten sich die Billigheimer alsbald mit großem Eifer der schweißtreibenden Torfstecherei. Daher ergänzt von Moor, dass die Bürger nach der Entdeckung seiner großen Nützlichkeit so verschwenderisch mit dem neuen Feuerungsmaterial umgingen, dass diese Ressource im 19. Jahrhundert bald erschöpft schien.
Parallel wurden Teile des Bruchs als nasse Mähwiesen, aufgrund des geringeren Futterwertes der Wiesen dieses alten Niedermoores aber auch als reine Streuwiesen genutzt. Die nassen Senken der Torfgewinnung und die feuchten Wiesen mussten ein einzigartiges Paradies für Wiesen- und Feuchtgebietsvogelarten dargestellt haben. Man kann sich ausmalen, wie in dieser völlig offenen Landschaft Bekassinen auf ihrer Suche nach Nahrung elegant schreitend mit ihren langen Schnäbeln das flachgründige Wasser durchstöberten und ihre gesprenkelten Eier in Bodenmulden im feuchten Gras ablegten.
Unterdessen sollte dem wilden, zügellosen und unkoordinierten Torfabbau das Handwerk gelegt werden. So sah es zumindest das „Königlich bayerische Amts- und Intelligenzblatt“ von 1843 vor, das die „planlosen Einzelstechereien…für den vollkommenen und zweckmäßigen Abstich“ als nachteilig anprangerte. Hier wurde vorgeschlagen, die Torflager strategisch geplant gründlich zu entwässern, um auch die tiefer liegenden, wertvolleren Torfreste vollständig ausbeuten zu können. Mit Blick auf eine spätere, als lukrativer angesehene landwirtschaftliche Nutzung sah man hier die Rechtfertigung für eine vollkommene Ausbeutung und Trockenlegung.
Der Torfabbau trat mit der Zeit in den Hintergrund und die landwirtschaftliche Nutzung rückte in den Fokus. In den 1930er Jahren wurde das noch bestehende Feuchtgebiet vom nationalsozialistischen Reichsarbeitsdienst drainiert und zu seiner heutigen Form umgestaltet. Schwer zu bewirtschaftende, feuchte Äcker und Mähwiesen konnten gewonnen werden.
Mehrere Abzugsgräben verlaufen seitdem parallel mitten durch das Gebiet, das heranfließende Wasser von Horbach und Erlenbach wird in den Flutgraben und somit am ehemaligen Feuchtgebiet vorbeigeleitet. Stauwehre wurden errichtet, um den Wasserhaushalt gezielt steuern zu können. So wurde der Versuch unternommen, auch den südlichen, deutlich nasseren Teil des Tals am Erlenbach nutzbar zu machen. Umgekehrt dienten die Wehre aber auch der Bewässerung der Wiesen im August, um den Ertrag der zweiten Heuernte zu verbessern.
Heute werden die Gräben im Bruch nur noch zur Entwässerung genutzt. Durch die große Menge an Wasser, die ganzjährig mit hoher Geschwindigkeit durch den kanalisierten Flutgraben geleitet wird, hat sich dieser im Lauf der Zeit immer tiefer eingeschnitten. Dieser Prozess senkt den Grundwasserstand in seiner Umgebung ab, allerdings sind stellenweise auch schon ansetzende Mäander zu erkennen, wodurch sich der Prozess langfristig abschwächen wird, sofern keine Eingriffe erfolgen. Eine Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit im Flutgraben könnte große positive Auswirkungen auf die Neubildung von Grundwasser, die Hochwasser-Rückhaltekapazität und die Artenvielfalt des Gebiets haben.
Trotz der massiven Eingriffe in den Wasserhaushalt des ehemaligen Torfmoors bewahrte sich das Gebiet überwiegend seinen reizvollen Landschaftscharakter und seine Bedeutung für die Vogelwelt der Feuchtgebiete. Welche Bedeutung das Bruch heute noch für die Artenvielfalt hat, erfahren Sie in einem weiteren Teil dieser kleinen Serie.

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Billigheimer Bruch Bild Teil 2 Historische Karte Torfstich und Text
Serie Teil 3: WIRD VORRAUSSICHTLICH AM 28.01.2021 freigeschalten: Kleiner Hotspot der Vogelwelt - Amtsblatt Landau-Land KW 4/2021

Teil 3 erscheint vorraussichtlich am 28.01.2021 im Amtsblatt Landau-Land KW4!

Billigheimer Bruch Spendenaufruf
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